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Netztalk eröffnet das Spamfilter-Festival: Vom Freiraum zum Vorboten des Totalitarismus?

In Hannover beginnt am heutigen Montag das Festival "Spamfilter. Eine Woche Netzkultur". Zum Auftakt wird im Netztalk über die Konsequenzen gegenwärtiger Entwicklungen im Internet gesprochen.

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Netztalk auf dem Spamfilter-Festival: Vom Freiraum zum Vorboten des Totalitarismus?

Im Pavillon zu Hannover beginnt am heutigen Montag das Festival "Spamfilter. Eine Woche Netzkultur". Zur Eröffnung diskutiert Jürgen Kuri, stellv. Chefredakteur heise online & c't Magazin, um 19 Uhr mit Ulf Buermeyer, Richter und Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. und Joerg Heidrich, Justiziar & Datenschutzbeauftragter Heise Medien. Sie sprechen über die möglichen Konsequenzen derzeitiger Entwicklungen im Internet – mit dem Ziel, Möglichkeiten für ein besseres Heute und ein utopisches Morgen zu erkennen.

Das Internet als Ort der Gleichheit unter Freien ist Geschichte. Anstelle von freiem Austausch und grenzenlosen Möglichkeiten, sich auszudrücken, sind die Interessen von Staaten und riesigen Unternehmen getreten. Die Politik schickt sich an, Hass und Hetze im Netz zu begegnen – und setzt dabei auf sehr umstrittene Methoden. Doch noch mehr geht es den Strafverfolgungsbehörden um Tatbestände, die gar nicht im Cyberspace stattfinden.

Die Veranstaltung ist auch Teil der gemeinsamen Reihe "Netztalk" von heise online und dem Kulturzentrum Pavillon. Der Netztalk beschäftigt sich mit aktuellen und hintergründigen netzpolitischen Themen. Der gesellschaftliche Wandel im digitalen Zeitalter soll dabei regelmäßig anhand verschiedener Aspekte reflektiert, digitale Kultur vermittelt und zugänglich gemacht werden.

Der Netztalk ist Eröffnung des einwöchigen Festivals Spamfilter im Pavillon: "Hochkultur, Popkultur, Subkultur oder Soziokultur – so ungenau im Einzelnen diese Abgrenzungen schon immer waren, im Netz werden sie fundamental herausgefordert, übersprungen, neu zusammengesetzt oder gleich für ungültig erklärt: Netzkultur. "ie ist das, was wir draus machen", erklären die Veranstalter dazu.

Während des Spamfilter-Festivals wird auch das Gaming-Projekt "Prison Break" vorgestellt, zum Abschluss des Festivals die App freigeben. "Prison Break" soll als Location Based Game Hannoveraner Geschichte und vor allem die Geschichte des Platzes, auf dem der Pavillon steht, vermitteln: "In 13 Levels lädt 'Pavillon Prison Break' auf eine aufregende Reise von der Zukunft in die Vergangenheit und zurück ein. Als Location Based Game müssen in dem Spiel Rätsel im Pavillon und seiner Umgebung sowie an anderen Orten in Hannover gelöst werden." (anw)

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