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Netzwerk-Ausrüster Cisco bekommt die weltweiten Handelsstreite zu spüren

Zwar steigt der Umsatz und Cisco fährt weiter Gewinne ein: Der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr ist aber eingetrübt.

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(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

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Der US-chinesische Handelsstreit und die sich abschwächende weltweite Wirtschaftsdynamik scheinen auch die Kunden des Netzwerk-Ausrüsters Cisco zur Investitionszurückhaltung zu zwingen. Das Unternehmen rechnet für das erste Quartal des angelaufenes Cisco-Geschäftsjahrs 2020 jedenfalls nur mit einem Umsatzwachstum von null bis zwei Prozent. Analysten waren bisher von 2,56 Prozent ausgegangen. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) soll zwischen 80 und 82 US-Cent liegen. Hier hatten die Erwartungen der Experten einen Cent höher gelegen.

Bei Anlegern kam der zurückhaltende Blick nach vorn nicht gut an, der die Befürchtungen um die Auswirkungen der sich entwickelnden globalen Handelskriege weiter verstärkte. Der Aktienkurs von Cisco rauschte in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Geschäft um mehr als sieben Prozent in die Tiefe.

Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2019 war der Umsatz um 6 Prozent auf 13,4 Milliarden US-Dollar gestiegen, der Gewinn fiel unter dem Strich wegen Sondereffekten allerdings um 42 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar (51 US-Cent pro Aktie, ein Minus von 37 Prozent). Ohne die Sondereffekte (unter anderem die Abwicklung der Service Provider Video Software Solutions) legte der Gewinn um 9 Prozent auf 3,6 Milliarden zu (83 US-Cent pro Aktie, ein Plus von 19 Prozent. Die Kennzahlen lagen in etwa im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

Der Bereich Infrastruktur, der unter anderem die Netzwerk-Hardware umfasst, konnte den Umsatz im vierten Quartal um 6 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar steigern. Mit Anwendungen und Software macht Cisco mittlerweile einen Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus im Jahresvergleich um 11 Prozent. Sicherheitslösungen trugen 714 Millionen US-Dollar zum Cisco-Umsatz bei (plus 14 Prozent). (jk)