Netzwerkspeicher: Amazon Cloud kappt API für Backups durch NAS

Amazon streicht beim eigenen Cloud-Drive unter anderem Cloud Sync und Hyper Backup des NAS-Herstellers Synology. Nutzer sollen über die eigenen Apps zugreifen.

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(Bild: c't)

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Von
  • Mark Mantel

Wer NAS-Systeme mit herstellereigener Backup-Software in Verbindung mit Amazons Cloud-Drive-Dienst betreibt, muss sich spätestens bis zum 1. November 2020 eine andere Lösung überlegen. Amazon teilt Nutzern von Synology-Netzwerkspeichern per E-Mail mit, dass der Support für die beiden Synology-Funktionen Cloud Sync und Hyper Backup zu diesem Zeitpunkt eingestellt wird. Andere Hersteller wie Qnap sind prinzipbedingt ebenfalls betroffen.

Die Änderung ist für Nutzer relevant, die redundante Backups im Amazon Drive sichern oder Fotos über mehrere Endgeräte teilen, zum Beispiel Smartphones. Der Zugriff auf den Cloud-Dienst funktioniert künftig nur noch direkt über Amazons Apps. Der Vorteil von Drittanbieter-Software wie von Synology lag in der Verschlüsselung, die Amazon bei den eigenen Apps nicht anbietet.

Der Anbieter empfiehlt betroffenen NAS-Besitzern, die eigenen Apps wie Amazon Photos oder Amazon Cloud Drive zu verwenden, um die Dateien unverschlüsselt in die Cloud zu laden. Das Problem: Amazon bietet für NAS-Systeme wie von Synology keine nativen Apps an. Als Workaround ist lediglich eine Android-Emulation denkbar.

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Das Support-Ende geht offenbar von Amazon aus: Der Anbieter stellt die Offenlegung der eigenen APIs für Amazon Drive und Amazon Photos ein. Ohne diese können NAS-Systeme Daten nicht mehr automatisiert auf die Server hochladen (oder herunterladen). Die kostenpflichtigen S3-Instanzen der Amazon Web Services (AWS) sind offenbar nicht betroffen.

[UPDATE: 27.08.2020, 15:40]

Überschrift und Amazon-Dienste wurden präzisiert. (mma)