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Netzwerkspeicher mit Snapshots ab 220 Euro

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Netgears neue ReadyNAS-Familie: Die 300er-Serie mit Intel Atom (links), die 500er-Serie mit Intel Core-i3 (Mitte) und die 100er-Serie mit Marvell Armada XP.

Netgear stellt heute eine Reihe neuer Linux-NAS-Geräte mit Gigabit-Ethernet vor, die zwei, vier oder sechs Festplatten aufnehmen. Die Besonderheit bei ReadyNAS 102, 104, 312, 314, 316 und 516 ist die neue Firmware ReadyNAS OS 6.0, die Btrfs als Dateisystem verwendet. Es implementiert Copy-on-Write, erlaubt schnelle Snapshots und soll die Wahrscheinlichkeit von Silent Data Corruption (PDF-Datei) mindern. Abgesehen von Prüfsummen, die ReadyNAS OS 6.0 nicht implementiert, bieten die Geräte damit viele Funktionen, die bislang teureren Servern vorbehalten waren. Bestandteil der neuen ReadyNAS-Firmware ist unter anderem auch das zuvor kostenpflichtige ReadyNAS Replicate zur Datenfernreplikation.

Ferner implementiert Netgear mit ReadyDROP noch eine proprietäre Dropbox-Variante zur Datensynchronisation, unterstützt aber auch Dropbox selbst. Die Ersteinrichtung der Geräte kann mittels ReadyCLOUD jetzt automatisiert übers Internet erfolgen. Dazu muss man nur die Seriennummer des NAS eintippen, anschließend lädt sich die Firmware automatisch aufs Gerät und ein anderer Netgear-Server erledigt die Grundkonfiguration. Alternativ kann man die Einstellungen aber auch weiterhin manuell per RAIDar-Uitlity vornehmen. Per ReadyCLOUD bekommen autorisierte Nutzer auch Datenzugriff aus der Ferne aufs NAS. Eine Verschlüsselungsfunktion für die auf dem NAS gespeicherten Daten soll mit einem Firmware-Update im Mai folgen.

Ab rund 220 Euro – ohne Platten – will Netgear das ReadyNAS 102 mit ARM-Chip von Marvell liefern (Armada 370 mit 1,2 GHz). Ab 470 Euro gibts die leistungsstärkere 300er-Variante mit Atom-CPU (2,1 GHz, Dual-Core) und ab 1390 Euro die 500er-Version mit Core i3. Der Platteneinbau gelingt wie bei neuen Modellen anderer Hersteller ebenfalls schraubenlos.

Auf Wunsch gibt es die Geräte auch mit Festplatten. Als empfohlenen Verkaufspreis nennt Netgear für die 100er-Baureihe mit "Desktop"-Festplatten 310 Euro – die Kapazität ist unklar. Die Modelle der 300er- und 500er-Serie mit mindestens vier Festplatten-Slots liefert der Hersteller mit "Enterprise"-Festplatten für den Dauereinsatz und gewährt auf Gerät und Laufwerke fünf statt drei Jahre Garantie. (boi)

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