Netzwerküberwachung mit Musik

Ein Projekt des Sheridan Institute of Technology in Kanada hat eine Software entwickelt, bei der Musik dem Administrator Aufschluss über den Zustand seines Netzwerkes gibt.

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Das Forschungsprojekt iSIC (information music) untersucht, wie Musik zur Übertragung von Informationen verwendet werden kann. Daraus entstanden ist ein gleichnamiges Monitoring-System, das die Macher als Babysitter für komplexe Systeme bezeichnen. Solche Systeme können beispielsweise große Netzwerke, Serverfarmen oder auch kerntechnische Anlagen sein.

Für den ungeübten Hörer erzeugt iSIC nichts weiter als angenehme Hintergrundmusik. Der trainierte Administrator hört aber aus den Klängen wichtige Informationen über den Zustand der von ihm betreuten Systeme. Einen Vorteil bei der Übertragung von Information durch Musik sehen die Entwickler zum Beispiel darin, dass ein Wechsel der Musik auch bei unbewusstem Hören sofort die nötige Aufmerksamkeit erzeugt. Musikbeispiele findet man auf einer Webseite des Instituts.

Für Mac OS X erschien mit Skwonk bereits vor Jahren eine Software, die verschiedene TCP/IP-Pakete mit unterschiedlichen Sounds meldete. Das inzwischen nicht mehr weiterentwickelte Programm ließ sich zum Beispiel so einstellen, dass es TCP/IP-Pakete für den Port 80 (Web-Server) etwa mit Bellen meldete. (bbu)