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Neue Hurd-Version zum Jubiläum

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Pünktlich zum 30. Jubiläum des GNU-Projekts haben die Hurd-Entwickler ein Lebenszeichen von sich gegeben: Nach 16 Jahren gibt es wieder ein offizielles Release des freien, auf dem Mach-Microkernel basierenden Betriebssystemkerns. Dabei machte Hurd einen Versionssprung von 0.2 auf 0.5. Auch eine neue Version des Mach-Microkernels und des Mach Interface Generators (MIG) wurden veröffentlicht.

Die Entwicklung von Hurd begann bereits 1991, der Kernel ist also älter als Linux, und sollte die Basis für ein vollständig freies, Unix-kompatibles Betriebssystem bestehend aus den GNU-Tools und freien Anwendungen sein. Schon früh legten sich die Entwickler auf die Microkernel-Architektur fest, die ein besonders stabiles Betriebssystem garantieren sollte – ein Fehler in einem Treiber sollte zum Beispiel keinen Absturz des gesamten Systems verursachen können. Damit lagen sie zwar ganz im Trend der damaligen Zeit; die Entwicklung erwies sich jedoch als äußerst kompliziert, sodass der monolithische Linux-Kernel Hurd den Rang mühelos ablief.

Mit dem jetzt veröffentlichten Hurd 0.5 und Mach 1.4 sind die Entwickler allerdings noch immer nicht auf dem aktuellen technischen Stand angelangt, so gibt es noch keine 64-Bit-Portierung des Microkernels – das Projekt sucht noch immer nach Entwicklern, die sich damit befassen wollen. Wer Hurd ausprobieren möchte, kann Debian Hurd 2013 auf Basis von Debian 7.0 Wheezy ausprobieren, das als fertige Distribution beim Debian-Projekt zum Download bereitsteht. (mid)

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