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Neue Insider-Vorabversion von Windows 10 mit diversen Bugs

Nur eine Woche nach der letzten Vorabversion von Windows 10 folgt schon die nächste. Sie enthält kaum Neuerungen, dafür aber einige Fehler, inklusive eines Fehlers bei der Veröffentlichung der Liste der bekannten Fehler.

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Neue Insider-Vorabversion von Windows 10 mit diversen Bugs

Mit Build 11102 hat Microsoft im Rahmen des "Insider"-Programms eine weitere Vorabversion von Windows 10 veröffentlicht, und zwar nur gut eine Woche nach Erscheinen der letzten Vorabversion Build 11099. Die Liste der Neuerungen ist sehr kurz, es steht nur der Browser Edge drauf, dessen Zurück-Knopf nun einen Verlauf erhalten hat. Trotzdem soll es über 1200 Änderungen gegeben haben, von denen an der Oberfläche aber nichts zu sehen ist.

Die Liste der bekannten Fehler der Vorabversion fällt länger aus als üblich. So sollen einige Spiele beim Wechsel in den Vollbildmodus abstürzen, Microsoft nennt The Witcher 3, Fallout 4, Tomb Raider, Assassin’s Creed, und Metal Gear Solid V. Microsoft-Manager Gabe Aul schließt in einem Blog-Eintrag zu Build 11102 nicht aus, dass noch weitere Spiele betroffen sind.

Eine eventuell beim Start auftretende Fehlermeldung von WSClient.dll soll ein Kommandozeilenbefehl beseitigen:

schtasks /delete /TN "\Microsoft\Windows\WS\WSRefreshBannedAppsListTask"

Die Eingabehilfen wie Lupe und Sprachausgabe sollen ebenfalls von Abstürzen betroffen sein, das gelte auch für gleichartige Programme anderer Hersteller. Wer auf solche Software angewiesen ist, sollte die aktuelle Insider-Build also besser nicht installieren.

Build 11102 erkennt auch manche WLAN-Adapter nicht korrekt, ein aktueller Treiber des Herstellers soll Abhilfe schaffen – sofern verfügbar. Schließlich fehlt der "Verbinden"-Knopf im Info-Center.

Dass die Liste der bekannten Fehler in einem Blog-Eintrag veröffentlicht wurde, war so nicht geplant. Denn eigentlich wollte Microsoft solche Listen nur noch in der App "Insider-Hub" veröffentlichen. Aufgrund eines Fehlers in der App klappt das Aktualisieren der Inhalte derzeit jedoch offenbar nicht überall, daher veröffentlicht Microsoft die Fehlerliste bei dieser Vorabversion ausnahmsweise auch noch mal im Blog.

In der App ist sie aber auch zu finden, sofern man vom Bug verschont bleibt. Sie ist in Insider-Vorabversionen vorinstalliert, bei anderen Windows-10-Installationen lässt sie sich nachinstallieren. Dazu öffnet man in den Einstellungen unter "System" die Funktion "Apps & Features", klickt auf "Optionale Features verwalten" und dann auf "Feature hinzufügen". Aus der Liste der verfügbaren Zusatzfeatures lässt sich dann der Insider Hub installieren. Laut Hersteller muss allerdings das Microsoft-Konto, das zur Anmeldung an der App nötig ist, im Insider-Programm registriert sein.

Die ungewohnt lange Fehlerliste liegt daran, dass die aktuelle Insider-Preview weit weniger gut abgehangen als früher veröffentlichte Builds. Microsoft gibt an, dass viele Teilnehmer des Insider-Programms sich gewünscht hätten, neue Vorabversionen schneller und häufiger zu erhalten. Laut einem Tweet von Gabe Aul ist man intern gerade mal noch vier Build-Nummern weiter.

Ziel der aktuellen Vorabversionen ist das Entwickeln des nächsten großen Upgrades für Windows 10, das derzeit den Codenamen "Redstone" trägt und im Sommer erwartet wird.

Build 11102 wird im Fast-Ring des Insider-Programms verteilt. Wie immer gilt: Beta-Software ist für den Produktiv-Einsatz ungeeignet. Beim Insider-Programm gilt das nicht nur wegen der möglichen Fehler, die schlimmstenfalls bis zum Datenverlust führen können, sondern auch, weil Microsoft sich hier noch viel weitgehendere Rechte einräumt als bei bezahlten Lizenzen. Dazu gehört, dass Microsoft Browser-, Such- und Dateiverlauf übertragen darf, zudem Telefonanrufe und SMS, PC-Konfiguration und Anwendungsverlauf. Außerdem werden Informationen über geöffnete Dateien übertragen, Spracheingaben sowie mitunter eingetippter Text. Microsoft behält sich vor, die Daten auch an Dritte weiterzugeben. (axv)

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