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Neue Mersennsche Primzahl als größte bekannte Primzahl (vermutlich) entdeckt

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Die DNA-Fans (Douglas Noël Adams, Autor des Bestsellers "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy") wird es besonders freuen: Nun ist offenbar die 42. Mersennesche Primzahl entdeckt worden.

George Woltman, Initiator und Projektleiter von GIMPS (Great Internet Mersenne Prime Search) hat in der Projekt-Mailinglist bestätigt, dass dem GIMPS-Server eine neue Mersenne-Primzahl gemeldet wurde. Wie üblich gibt er die Zahl zunächst noch nicht bekannt, sondern überprüft erst einmal die Log-Dateien und wartet die Bestätigung durch einen zweiten Testlauf ab -- auf einer anderen Maschine mit einem anderen Programm. Es sieht aber gut aus, denn laut Woltmann stammt die Erfolgsmeldung nicht von einem Newbie, sondern von einem erfahrenen Projektteilnehmer.

Bislang hat Woltmann nach der Meldung von Eric W. Weisstein von MathWorld nur bekannt gegeben, dass die neue Primzahl größer sei als die bislang größte, sie aber nicht die Zehn-Millionen-Dezimalziffer-Grenze überschreite, wofür die Electronic Frontier Foundation immerhin eine Prämie von 100.000 Dollar ausgelobt hat.

Ob sich denn diese vermutlich 42. Mersennesche Primzahl auch M42 wird nennen dürfen, ist noch unklar, denn selbst bis zur bisherigen, vom GIMPS-Teilnehmer Josh Findley entdeckten größten bekannten Primzahl 224.036.583-1 mit 6.320.430 Stellen gibt es noch viele Löcher -- man vermutet nach dem aktuellen Statusreport aber hier nur noch mit der Wahrscheinlichkeit von 11 Prozent eine unentdeckte Primzahl.

Die endgültige Bestätigung für die neue größte Primzahl wird in zwei bis vier Wochen erwartet. Es wäre die achte von GIMPS entdeckte Mersennesche Primzahl, deren primeNet mit einem aktuellen Durchsatz von 16 TeraFlop/s arbeitet. (as)

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