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Neue NASA-Mission: Rückkehr zu Rosettas Komet oder mit der Drohne über den Titan?

Die NASA prüft weiter, ob in wenigen Jahren eine Drohne zum Saturn geschickt werden soll, die den Mond Titan erkundet, oder ob eine andere Sonde Material von Rosettas Komet zurückbringen soll. Welche Mission realisiert wird, soll 2019 entschieden werden.

Neue NASA-Mission: Rückkehr zu altem Bekannten oder doch mit der Drohne über den Titan

So soll CAESAR aussehen

(Bild: NASA)

Die NASA will weiter prüfen, ob Mitte der 2020 Jahre eine Sonde Material von einem Kometen zur Erde bringen oder eine Drohne den Saturnmond Titan erkunden soll. Die beiden Missionskonzepte namens CAESAR (Comet Astrobiology Exploration Sample Return) und Dragonfly wurden von der US-Weltraumagentur für die weitere Finanzierung ausgewählt, im Frühjahr 2019 soll entschieden werden, welche von beiden tatsächlich gebaut werden soll. Sie wäre die vierte im NASA-Programm New Frontiers, das die Pluto-Sonde New Horizons, die Jupiter-Mission Juno und die Asteroiden-Mission Osiris-Rex umfasst. Leer ausgegangen sind einmal mehr die Vorschläge, wieder eine Sonde zur Venus zu schicken.

Sollte CAESAR das Rennen machen, würde die NASA zu einem altbekannten Ziel zurückkehren: Die Sonde würde Material auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko einsammeln und für eine weitere Analyse zur Erde bringen. Das ist jener Komet, den die ESA-Sonde Rosetta ausgiebig erforscht hat, bevor sie ihre Arbeit im Herbst 2016 beendet hat. Die NASA-Forscher am Goddard Space Flight Center wüssten also, was sie an dem Kometen erwartet und könnten gleich nachsehen, wie es um Rosetta und den Lander Philae bestellt ist.

Dragonfly auf dem Titan

(Bild: NASA)

Dragonfly wiederum würde die Gegebenheiten an Dutzenden Orten auf dem Saturnmond Titan analysieren. Unter Rückgriff auf die dortige Atmosphäre würde die Drohne mit ihren sechs Rotoren verschiedene Areale untersuchen, die Hunderte Kilometer auseinander liegen können. Sie könnte nicht nur die atmosphärischen Verhältnisse, geologische Prozesse und die Oberfläche untersuchen, sondern auch herausfinden, ob dort Leben möglich wäre.

Neben diesen beiden Missionskonzepten will die NASA auch zwei Projekte finanzieren, damit diese in Zukunft ebenfals an derartigen Ausschreibungen teilnehmen können. Die Entwickler von Enceladus Life Signatures and Habitability (ELSAH) sollen erarbeiten, wie die Kontaminierung fremder Welten auf kostengünstigen Missionen verhindert werden kann. Die Macher von Venus In situ Composition Investigations (VICI) sollen eine Kamera weiterentwickeln, die unter den harschen Bedingungen auf der Venus arbeiten könnte. (mho)

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