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Neue Notes/Domino-Version 5.05 mit erweiterten Funktionen

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Seit Ende September gibt es auf der Iris-Webseite das Quarterly Maintenance Release (QMR) 5.05 von Notes und Domino als Download. Neben zahlreichen Fixes bringt die Release eine ganze Reihe neuer Funktionen mit.

Insbesondere die unter dem Projektnamen Bluejay entwickelte Integration von Microsoft-Produkten ist bemerkenswert: Das Domino Network File Store (DNFS) exportiert Domino-Datenbanken als SMB-Shares, sodass man sie unter Windows wie freigegebene Laufwerke nutzen kann. DNFS wird nicht automatisch installiert, sondern findet sich im Verzeichnis \APPS auf der CD von Domino 5.05. Momentan ist DNFS nur unter Windows 2000 und Windows NT verfügbar. Lotus wird den Service auch auf anderen Serverplattformen anbieten, hat sich aber noch nicht auf ein Erscheinungsdatum festgelegt. Allerdings wird DNFS, da es nicht im normalen Installationspaket vorliegt, nicht über das QMR zur Verfügung gestellt. Während der "normale" Kunde deshalb auf eine CD-Lieferung warten muss, können Lotus Business Partner diese Komponente über die Software Delivery des Partnerprogramms bekommen.

Die Domino Off-Line Services 1.01 sind nun außer für Windows auch unter OS/2, AIX und Solaris verfügbar und direkt im Server integriert. Auf den DOLS/iNotes-SyncManager für OS/2-Clients warten wir jedoch weiterhin. DOLS realisiert auch eine weitere Neuerung der Version 5.05: Durch iNotes Access for Microsoft Outlook kann nun auch ein Outlook-Client über MAPI auf Domino-Server zugreifen. Dabei stehen ihm Mail und der Kalender zur Verfügung. Die erforderliche Software wird automatisch über DOLS auf den Client übertragen. Zudem ermöglicht diese Komponente auch den Offline-Zugang auf den Postkorb, analog einer lokalen Replik bei Lotus Notes. DOLS verwendet als Übertragungsprotokoll HTTP; es ist deshalb erforderlich, die entsprechende Erweiterung mit dem Namen "ndolextn.dll" in das Feld "DSAPI filter file filename" im Server-Dokument einzutragen und den HTTP-Task einmal neu zu starten.

Besonders gründlich hat Iris die Mail-Schablone überarbeitet. Zum ersten Mal ist nun wohl ein Zugriff per Web.Browser unter R5 wirklich sinnvoll einsetzbar . Die wichtigste Neuerung dürfte der Ersatz der Java-Applets für Outline und View durch entsprechende HTML-Komponenten darstellen. Dies bringt die Performance des Templates endlich wieder in für Modemverbindungen erträgliche Dimensionen. Wenn man eine neue Mail verfasst, dann verzichtet das neue Template zunächst auf den Java-Rich-Text-Editor, der auf Wunsch nachgeladen wird. Neben der bekannten Schablone mail50.ntf gibt es nun eine weitere mit dem Namen mail50ex.ntf, die für DOLS vorbereitet ist. Damit lässt sich der Postkorb auch mit einem Browser auf den lokalen Rechner replizieren. Kalender und To-Do-Liste sind davon vorerst ausgenommen.

Die neuen Single-SignOn-Funktionen sind eher für die Entwicklung von Web-Anwendungen wichtig. Bei der Verwendung von "Session Login" kann sich ein Benutzer nun auf einem Server der Domäne anmelden und danach Datenbanken auf anderen Servern benutzen, ohne sich dort erneut anzumelden. Alle Server müssen dafür auf dem Release-Stand 5.05 sein. Auch das versprochene Single-SignOn zwischen Domino und WebSphere Application Server 3.5 realisiert Iris über diese Methode. Statt einen neuen Session-Cookie zu genieren, übernimmt der Domino-Server den bereits bestehenden. (Volker Weber) (jk)

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