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Neue Quadro-Profikarten mit Fermi-Unterbau

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Nvidias Danny Shapiro, Director of Quadro Marketing, lud bereits im Mai nach Bonn, um Journalisten aus ganz Europa über die neuen Quadros zu informieren.

(Bild: c't)

Nvidia präsentiert die ersten Profi-Grafikkarten mit Fermi-Grafikchips für CAD- und DCC-Anwendungen (Digital Content Creation). Bei den Quadro 4000, 5000 und 6000 variiert der Speicherausbau je nach Modell zwischen 2 und 6 GByte, sodass selbst aufwendige 3D-Szenen in den Speicher passen. Die Profikarten bringen für bestimmte 3D- und Konstruktionsprogramme optimierte Treiber mit. Sie unterstützen DirectX 11, OpenGL 4.0 und die GPGPU-Schnittstellen CUDA und OpenCL. Außerdem funktioniert die Ausgabe von 10 Bit pro Farbkomponente, also insgesamt die Darstellung von mehr als einer Milliarde Farben. Das setzt aber entsprechende Displays voraus.

Die Quadro 4000 belegt nur einen Steckplatz, unterstützt aber kein G-Sync.

Die Quadro 4000 nimmt laut Nvidia maximal 142 Watt elektrische Leistung auf und belegt durch ihren flachen Kühlkörper auch nur einen Steckplatz. Der Grafikchip (256 Rechenkerne) ist über 256 Datenleitungen an den 2 GByte fassenden GDDR5-Speicher angebunden. Er erreicht bei 1400 MHz eine Datentransferrate von 89,6 GByte/s.

Flinker sind Quadro 5000 und 6000, die aufgrund ihres aufwendigeren Kühlsystems aber zwei Gehäusesteckplätze belegen. Dafür beherbergen ihre Grafikchips mehr Rechenkerne (352/448) und kommunizieren über eine höhere Zahl von Datenleitungen (320/384) mit dem Speicher, welcher bei beiden mit 1,5 GHz läuft. Die Quadro 5000 (152 Watt) mit 2,5 GByte Speicher erreicht dadurch eine Transferrate von 120 GByte/s. In ersten Messungen mit SPECVierperf 11 rechnete die Quadro 5000 beim Teiltest Ensight-04 (EnSight) ungefähr dreimal schneller als die Vorgängerkarte Quadro FX 4800, bei ProE-05 (Pro/Engineer) lagen beide Karten gleichauf, bei den anderen Tests zeigte die Quadro 5000 einen großen Vorsprung. Als Quadro 5000M (TDP: 100 Watt) soll es auch eine mobile Variante mit 320 Rechenkernen und 2 GByte GDDR5-Speicher geben.

2,5 GByte Speicher, ECC-Schutz und 352 Rechenkerne bietet die Quadro 5000.

Die Quadro 6000 bietet 6 GByte Speicher (144 GByte/s). Sie verheizt laut Nvidia maximal 225 Watt und besitzt daher zwei sechspolige Stromanschlüsse. Bei den 5000er- und 6000er-Varianten ist außerdem ECC-Speicherschutz via Treiber optional zuschaltbar, außerdem unterstützen sie via Quadro G-Sync auch Frame- und Genlock. Dann synchronisieren die Grafikkarten sowohl Bildaufbau als auch das Bildsignal, wichtig etwa für den Betrieb großer Projektionsflächen. Wie auch die Tesla-Rechenkarten führen sie doppeltgenaue Gleitkommaberechnungen mit halber Single-Precision-Leistung durch, bei äquivalenten GF100-Consumer-Karten liegt das Verhältnis bei 1:8.

Die Kommunikation zwischen Brille und Empfänger funktioniert bei 3D Vision Pro über Funk. Eine Station kann verschiedene Nutzer über Profile verwalten.

(Bild: c't)

Alle Karten steuern maximal zwei Displays mit bis zu 2560×1600 Bildpunkten gleichzeitig an und besitzen dafür jeweils zwei DisplayPort-Buchsen und einen Dual-Link-DVI-Anschluss. Kopplungsfähig sind die Karten via SLI, dann lassen sich auch mehr als zwei Monitore betreiben und höhere Antialiasing-Modi (bis zu 128x) einstellen. Über einen Shutterbrillenanschluß unterstützen die Quadros auch die stereoskopische Bildausgabe 3D Vision Pro. Die Kommunikation zwischen Brille und Empfänger geschieht bei der Pro-Variante über Funk und soll bis zu einer Entfernung von gut 30 Metern funktionieren.

Die Quadro 5000M verheizt bis zu 100 Watt und ist für 17-Zoll-Profi-Notebooks gedacht.

(Bild: Nvidia)

Die Quadro 4000 und 5000 sollen ab August erhältlich sein, die 6000er-Variante ab September. Die vom europäischen Quadro-Distributor PNY empfohlenen Verkaufspreise liegen bei 879 Euro (Quadro 4000), 1939 Euro (Quadro 5000) und 4059 Euro (Quadro 6000). (mfi)