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Neue Regeln für autonome Autos in Kalifornien

Googles autonome Autos müssen sich künftig an strengere Regeln halten. Und da die Selbstfahrer sehr gesetzestreu sind, dürften dem Bundesstaat Kalifornien bald ein paar Dollar fehlen.

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Ab September gelten auf öffentlichen Straßen des US-Bundesstaats Kalifornien neue Regeln für autonome Autos. Die kalifornische Kraftfahrzeugbehörde stellte das neue Regelwerk laut US-Medienberichten am Mittwoch vor. Unter anderem muss bei den autonomen Autofahrten ein Führerscheinbesitzer hinterm Lenkrad sitzen, der jederzeit eingreifen kann. Die neuen Regeln betreffen vor allem die derzeit von Google durchgeführten Testfahrten, werden dabei aber ohnehin bereits weitgehend befolgt.

Unterwegs in Mountain View: Autonomes Auto von Google.

(Bild: Google)

Im Rahmen der Tests haben Googles selbstfahrende PKWs im kalifornischen Mountain View bisher über 16.000 Kilometer zurückgelegt, ohne dass die Polizei eine Geschwindigkeitsübertretung festgestellt hat. Wie das US-Magazin The Atlantic berichtet, hat die Polizei der kalifonischen Stadt noch keinen der Wagen bei einer Geschwindigkeitsübertretung ertappt.

Unterdessen könnte die strikte Regeltreue der autonomen Autos ein Loch ins Staatssäckel reißen: Allein in den USA erhielten 41 Millionen Menschen am Steuer jährlich Strafzettel für zu schnelles Fahren, rechnet der Fachdienst Network World vor. Sie müssten deswegen über 6,2 Milliarden US-Dollar zahlen. Noch ist aber nicht ausgemacht, ob und wann sich autonomes Fahren im großen Stil durchsetzt und ob die Insassen dann immer dem "Auto-Piloten" allein das Heft in die Hand drücken oder nicht doch ab und an die Kontrolle übernehmen. (Stefan Krempl) / (vbr)

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