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Neue Studien zeigen Wirksamkeit von individualisierten Krebs-Impfstoffen

Bei Immuntherapien gegen Krebs soll das menschliche Immunsystem dazu gebracht werden, gezielt Tumorzellen zu erkennen und anzugreifen. Mit speziell für einzelne Patienten entwickelten Impfstoffen scheint das gut zu funktionieren.

Neue Studien zeigen Wirksamkeit von individualisierten Krebs-Impfstoffen

Zwei neu veröffentlichte Studien belegen das Potenzial von Impfstoffen, die anhand von Mutationen ihrer Tumore individuell für einzelne Patienten entwickelt wurden. Im einen Fall waren 8 von 13 Melanom-Patienten fast zwei Jahre nach der Impfung noch tumorfrei. In einer zweiten, kleineren Studie hatten 4 von 6 Patienten, die eine Impfung bekamen, anschließend mehr als zwei Jahre lang keinen erkennbaren Krebs mehr. Das berichtet Technology Review online in "Erfolge mit individuellen Krebsimpfungen".

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In den vergangenen Jahren hat die Wissenschaft erkannt, dass der Tumor jedes Patienten ganz individuelle genetische Eigenschaften, Mutationen also, aufweist. Damit Krebsimpfungen effektiv sind, müssen sie also wahrscheinlich ebenso individuell sein. Laut Fred Ramsdell, Vice President für Forschung am Parker Institute for Cancer Immunotherapy, zeigen die Ergebnisse, dass es möglich ist, das Immunsystem von Patienten dazu zu bringen, den eigenen spezifischen Krebs zu erkennen.

Gleichzeitig aber zeigt sich, dass die so genannten Immuntherapien, zu denen auch Krebsimpfungen gehören, nicht bei jedem Patienten helfen. "Wir wissen, dass Immuntherapien erfolgreich sind, bislang aber nur bei Patienten, die Tumore mit vielen Mutationen haben", sagt Ugur Sahin, Onkologe an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und CEO von BioNTech, Autor der größeren der beiden aktuellen Studien.

Mehr dazu bei Technology Review online:

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