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Neue Variante des Virus Melissa im Umlauf

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Knapp zwei Jahre nach dem ersten Melissa-Ausbruch verbreitet sich jetzt eine neue Variante des Virus im Internet. Wie mehrere Hersteller von Anti-Viren-Software melden, handelt es sich prinzipiell um den gleichen Virus wie im März 1999, allerdings wurde er in ein anderes Dateiformat portiert: Der Quelltext der neuen Melissa-Variante ist in einem Word-Dokument von Microsofts Office 2001 für den Macintosh eingebettet. Er kann allerdings auch ältere Office-Versionen auf Windows und Mac OS befallen. Offenbar kommen die alten Erkennungsroutinen vieler Virenscanner mit dem leicht andersartigen Macintosh-Format nicht klar.

Wie vor zwei Jahren kommt der Schädling als E-Mail ins Haus: Anhand des Betreffs "Important Message from [...]" ist er relativ leicht zu identifizieren, der Mail angehängt ist das Macintosh-Word-Dokument. Ruft es der Benutzer auf, so infiziert Melissa nicht nur weitere Office-Dokumente, sondern deaktiviert außerdem die Office-Makro-Protection. Zusätzlich besitzt Melissa eine Wurm-Routine für die rasante Verbreitung: Beim Erstaufruf verschickt sich Melissa an 50 Kontakte aus dem Adressbuch von Microsoft Outlook.

Die großen Hersteller von Anti-Viren-Software haben mittlerweile reagiert und stellen Updates ihrer Viren-Signaturen zum Download bereit. Toralv Dirro, Virenexperte bei Network Associates, sagte gegenüber c't: "Es ist schon problematisch, dass eine neue Version von Office altbekannte Viren in einer Art ablegen kann, die für Scanner eine Erkennung erschweren. Wer aber seine Virensignaturen regelmäßig aktualisiert, wird auch bei der Erkennung solcher Varianten keine Probleme haben. Außerdem werden wir die Scanner überarbeiten, sodass sie mit Formaten wie Office 2001 für Mac OS generell klarkommen."

Weitere Hinweise zur Vermeidung und Beseitigung von Viren und Würmern sowie Links zum Download von Anti-Viren-Software findet man auf der Anti-Viren-Seite von c't. (pab)

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