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Neue Version der Peer-to-Peer-Groupware Groove

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Groove Networks hat eine neue Version der Peer-to-Peer-Groupware namens Groove veröffentlicht. Die Firma wurde von Notes-Erfinder Ray Ozzie und einigen ehemaligen Mitarbeitern seiner Firma Iris Associates gegründet. Groove bietet ähnliche Funktionen wie die Lotus-Produkte Notes, Quickplace und Sametime, verzichtet aber auf eine zentrale Datenhaltung. Als Server dienen lediglich Directory-Server und Messaging-Relays, die Groove Networks für die kostenlose, so genannte Preview Edition selbst betreibt.

Die neue Version erhält eine deutliche überarbeitete Benutzerschnittstelle, die sich mehr als bislang an Windows-Gepflogenheiten anlehnt. Die bei vorherigen Builds aufgetauchten Markierungen ungelesener Nachrichten in Diskussionsforen wurden nun auch auf andere Tools ausgedehnt. Zudem kann man diese Foren nun als Text oder XML exportieren.

Notes, Ray Ozzies erster Wurf, zeichnet sich auch heute noch durch eher bescheidene Druckfunktionen aus. Groove verzichtet gleich ganz darauf: Bei Ozzie ist das oft propagierte papierlose Büro offensichtlich bereits Wirklichkeit geworden. Anders als Notes kommt Groove vollkommen ohne Konfiguration aus: Keine Proxy-Einstellungen, keine Verbindungsdokumente oder Ähnliches. Das Tool sucht sich selbst einen Weg ins Internet und benutzt zur Not auch HTTP als Tunnel-Protokoll. Entsprechend vorsichtig sollte man sein, wenn man Groove hinter einem Router betreibt, der bei Bedarf eine Verbindung zum Internet herstellt – vom Anwender unbeabsichtige Verbindungsaufnahmen können schnell die Telefonrechnung in die Höhe treiben.

Bisherige Groove-Benutzer können ein Update installieren, ohne das ganze Paket herunterzuladen. (Volker Weber) / (jk)

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