Neue Versionen von Webbrowser Firefox und Mail-Client Thunderbird

Auf dem Weg zum projektierten Release-Datum 9. November legen die Entwickler des Open-Source-Browsers Firefox noch einen Zwischenschritt ein; Thunderbird liegt in einer Version mit neuen Features vor.

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Von
  • Jürgen Kuri

Am 9. November soll bereits die endgültige Version des Standalone-Webbrowsers Firefox der Mozilla-Foundation erscheinen -- bis dahin wurde nun noch einmal einen Zwischenschritt eingelegt. Mit Firefox 1.0 Release Candidate 2 hoffen die Entwickler vor allem auf Erfahrungs- und Fehlerberichte zu Site Authentication, Installation von Browser-Extensions, die Versionen für Mac OS X und die Software-Update-Funktion. Besonders zum Testen der Update-Funktion haben die Entwickler auf einer eigenen Seite Hinweise veröffentlicht. Firefox 1.0 RC2 ist auf den ftp-Servern der Mozilla-Foundation verfügbar. Anwender, die bereits die Preview von Firefox 1.0 installiert haben und keine Bug-Reports an die Entwickler liefern können, sollten wie schon bei Veröffentlichung des RC1 wohl lieber auf die endgültige Ausgabe von Firefox 1.0 warten.

Parallel zu Firefox 1.0 RC2 wurde auch eine neue Version des Standalone-Mailclients der Mozilla-Foundation zum Download freigegeben. Thunderbird 0.9 bringt nun unter anderem virtuelle Folder für diese Mail-Anwendung: Damit lassen sich Suchabfragen als Folder abspeichern, in dem die Mails aus allen normalen Ordnern angezeigt werden, die den Suchkriterien entsprechen (Saved Search Folder). Außerdem können E-Mails auf Basis verschiedener Kriterien wie beispielsweise Datum oder Absender in Ordnern zusammengefasst werden (Message Grouping). Details zu den neuen Funktionen in Thunderbird 0.9 bringen die Release Notes. Thunderbird 0.9 gibt es bislang über den ftp-Server der Mozilla-Foundation; mittlerweile wird die neue Version auch über den Download der Thunderbird-Website angeboten.

Mit dem Standalone-Webbrowser Firefox kann die Mozilla-Foundation bereits in den Vorabversionen einige Erfolge verbuchen -- man machte bereits gegenüber Microsofts Internet Explorer Boden gut. Mit einer Werbekampagne zum Start des offiziellen Firefox-Release, die auch in deutschen Tageszeitungen stattfinden soll, will man die eigene Position weiter stärken und weiter Marktanteile gewinnen. Ob man vergleichbare Erfolge auch mit dem Mail-Client Thunderbird erreichen kann, steht in den Sternen. Die Standalone-Anwendungen Firefox fürs Web und Thunderbird für E-Mail entstanden aus dem Mozilla-Projekt als anfänglich eher wenig beachtete Seitenlinien. Nachdem die Kritik am aufgeblähten und nur noch schwer wartbaren Code der Websuite von Mozilla immer lauter zu vernehmen war, wurden die beiden Anwendungen zur alternativen Entwicklungslinie der Mozilla-Foundation, in die momentan die meiste Arbeit gesteckt wird. (jk)