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Klimawandel: Neue Versprechen nach Thunbergs Wutrede auf Klimagipfel

Trumps spätes Erscheinen

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Thunberg hatte zusammen mit 15 weiteren Kindern und Jugendlichen aus zwölf Ländern am Montag eine Beschwerde beim Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen eingereicht. Darin werfen sie den UN-Mitgliedsstaaten vor, nicht genug gegen den Klimawandel zu unternehmen und damit gegen die vor 30 Jahren verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention zu verstoßen.

Die Beschwerde ist aufgrund eines Zusatzprotokolls zur Kinderrechtskonvention möglich. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren aus Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, den Marshallinseln Nigeria, Palau, Südafrika, Schweden, Tunesien und den USA werden dabei von einer Rechtsanwaltskanzlei unterstützt. Auch Unicef unterstützt das Anliegen der Kinder, ist aber nicht offizieller Partner der Beschwerde.

Überraschend nahm auch US-Präsident Donald Trump an dem Gipfel teil. Er kam aber zu spät und verpasste Thunbergs Rede. Und er blieb auch nur wenige Minuten, weil er zu einer Parallelveranstaltung zu religiöser Freiheit musste, zu der er selbst eingeladen hatte. Auf die Frage, warum er als Überraschungsgast erschienen sei, sagte Trump später: "Weil ich an saubere Luft und sauberes Wasser glaube. Wir haben die sauberste Luft, wir haben das sauberste Wasser."

Trump gilt als mächtigster Bremser im Kampf gegen den Klimawandel. Nach seinem Amtsantritt verkündete er den Ausstieg aus dem zentralen Pariser UN-Klimaabkommen – und das als Staatschef des Landes mit dem zweithöchsten Ausstoß klimaschädlicher Gase.

Die Welt hinkt weit hinter den Zielen des Pariser Abkommens von 2015 hinterher. Ziel ist es, die Erderhitzung auf deutlich unter 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, möglichst auf 1,5 Grad. Alles zusammengenommen, was die Staaten bisher zugesagt haben, steuert der Planet aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auf rund 3 Grad zu. Das hat katastrophale Folgen, die jetzt schon in vielen Weltregionen sehr deutlich zu spüren sind, zum Beispiel durch den steigenden Meeresspiegel und die Zunahme extremer Wetterphänomene wie Wirbelstürme.

UN-Generalsekretär Guterres zeigte sich zum Abschluss des Gipfels zufrieden mit den Ergebnissen. "Heute in dieser Halle hat die Welt klare Handlungen und konkrete Initiativen gesehen", sagte er. Guterres stellte aber auch klar, dass die Arbeit trotz der neuen Impulse weitergehe: "Wir haben noch einen langen Weg zu gehen, wir sind noch nicht da." (anw)