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Neuer ARM-Kern für Mittelklasse-Smartphones

Noch einmal stellt ARM einen neuen 32-Bit-Prozessor vor. Der Cortex-A17 könnte die Scharte auswetzen, die der schnelle aber stromhungrige Cortex-A15 hinterlassen hat.

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Den 32-bittighen Cortex-A17 kann ein Chiphersteller mit ein bis vier Kernen in sein System-on-Chip integrieren und optional auch noch mit einem kleineren Cortex-Kern zu einem Big-Little-Gespann verheiraten.

Die CPU-Designer von ARM schieben noch einmal einen 32-bittigen Prozessorkern nach: Der Cortex-A17 zielt auf Smartphones und Tablets der Mittelklasse und soll rund 60 Prozent schneller sein, als der noch immer weit verbreitete Cortex-A9.

Damit liegt der neue Kern etwas vor dem erst letztes Jahr vorgestellten Cortex-A12, der 40 Prozent flotter sein soll als der Cortex-A9. Mit keinem Wort erwähnt ARM unterdessen den schnellen, aber glücklosen Cortex-A15. Der konnte zwar erstmals Intels Atom schlagen, braucht aber viel Strom und taucht nur in wenigen Seriengeräten auf.

Den Cortex-A17 bietet ARM nicht nur als CPU-Kern, sondern auch gleich als komplettes Paket samt Grafikeinheit und Videobeschleuniger an.

Die 11-stufige Pipeline des Cortex-A17 erinnert jedenfalls eher an den A12 als an den A15 (15 Stufen). Wie der auf Stromsparen getrimmte Cortex-A7, der Effizienzkünstler -A12 und der besonders schnelle -A15 kann sich auch der Cortex-A17 per Virtualsierung um die 32-Bit-Grenze (4 GByte) für Arbeitsspeicher herum mogeln.

Besonders viele weitere Details verrät ARM noch nicht, der Coretx-A17 dürfte aber in erster Linie den -A15 beerben sollen. ARM deutet an, dass Partner bereits Anfang 2015 Geräte damit vorstellen könnten. Das wäre gemessen an den sonst bei ARM-Chips üblichen Entwicklungszyklen sehr schnell – vermutlich weil ARM nicht nur mit dem lizensierbaren IP-Core startet, sondern die Blaupausen eines ganzen System-on-Chip (SoC) samt Optimierungen für einen 28-nm-Prozess. Das SoC besteht aus je vier Cortex-A17- und -A7-Kernen in einem Big-Little-Verbund, einer Grafikeinheit (Mali-T720), den Videobeschleunigern Mali-V500 und Mali-DP500 sowie einem Speichercontroller und diversen Peripherieeinheiten.

Auch wenn ARM mit dem Cortex-A17 noch einmal einen Kern mit der 32-Bit-Architektur ARMv7 bringt, dürften zumindest im Premium-Segment der Smartphones und Tablets künftig immer mehr 64-Bit-Chips erscheinen. Entweder mit ARMs Kernen Cortex-A57 und -A53 oder ARMv8-Eigenentwicklungen wie bei Apples A7. (bbe)