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Neuer ESP32 mit Sicherheitserweiterungen

Frischer Mikrocontroller aus dem Hause Espressif: Der ESP32-S2 kommt mit einer deutlich verbesserten Kryptographieinfrastruktur.

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Der ESP8266 und der ESP32 sind aufgrund ihrer offenen Programmierumgebungen sehr beliebt bei Bastlern.

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Die Mikrocontroller des chinesischen Herstellers Espressif erfreuen sich sowohl in der Bastlerszene als auch bei Herstellern günstiger Smart-Home-Elektronik großer Beliebtheit. Espressifs beliebte Mikrocontroller ESP32 und ESP8266 sind zwar leicht zu programmieren, jedoch in puncto Sicherheit nicht optimal ausgestattet. Hier will Espressif mit dem vorausichtlich ab Juni verfügbaren ESP32-S2 nachrüsten.

Im Vergleich zum ESP32 hat der ESP32-S2 eine deutlich verbesserte Kryptographieinfrastruktur: Inhalte des Speichers können bei dem neuen Chip mit AES-256-XTS verschlüsselt werden. Die Schlüssel hierfür finden im 4096 Bit großen eFuse-Speicher Platz.

RSA-Schlüssel werden auf einem ausgelagerten Kryptobaustein gespeichert, der außerdem RSA-Signaturen generieren kann. Weiter soll der neue Kryptobaustein RSA-Schlüsselpaare selber erzeugen. Zum Schutz vor Schadsoftware können Entwickler Ihren Code außerdem mit RSA-3072 signieren, was der ESP eigenständig validieren kann, bevor der Code ausgeführt wird.

Bei der Hardware tritt der ESP32-S2 kürzer als der ESP32: Als Hauptprozessor ist Xtensas neuer LX7 mit nur einem Kern, getaktet bei 240 MHz, an Bord. Er verfügt über 320 KByte SRAM und 128 KByte ROM. Externe Flash-Chips werden bis zu einer Größe von einem GByte, externer SPIRAM bis 128 MByte unterstützt. Daran schließt ein stromsparender Co-Prozessor an, der im Schlafzustand des Hauptprozessors in Assembler programmierte Aufgaben erledigen kann. Bei einem Prozent Auslastung verbraucht dieser laut Espressif nur rund 24 Mikroampere.

Hinzu kommt die übliche Ausstattung mit GPIOs die SPI, I2C, I2S und UART sprechen, ADC/DAC- und PWM-Pins, Schnittstellen für Kameras und Displays sowie ein 2,4-GHz-WLAN-Interface (IEEE 802.11 b/g/n) ohne MIMO. Bluetooth hat der Chip im Gegensatz zum Vorgänger nicht. Neu im Paket ist allerdings die USB-OTG-Unterstützung.

Der neue Mikrocontroller soll ab Juni erhältlich sein. Zum Preis und möglichen Breakout-Boards äußerte sich Espressif bisher nicht. (amo)