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Neuer Edge-Browser: Den Umstiegszeitpunkt selbst bestimmen

Ab dem 15. Januar kommt der neue Edge via Windows Update. Admins können unter anderem ein "Blocker Toolkit" nutzen, um die Kontrolle zu behalten.

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(Bild: Shutterstock (Collage))

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Am Mittwoch, dem 15. Januar will Microsoft den neuen, auf Chromium basierten Edge-Browser auf Windows-10-Systemen ab Version 1803 ausliefern. Beim neuen Edge geht Microsoft, ähnlich wie bei Windows 10 und Office 365, auf eine Auslieferung "as a Service" über. Das Unternehmen plant, den neuen Browser zirka alle sechs Wochen über die Windows-Update-Funktion zu aktualisieren. Zusätzliche Sicherheits- und Kompatibilitäts-Updates sollen jeweils bei Bedarf ausgeliefert werden.

Firmen, die selbst entscheiden möchten, wann der neue Edge an ihre Clients ausgeliefert wird, haben die Möglichkeit, der automatischen Auslieferung – mit Hilfe eines speziellen Tools oder mittels manueller Registrybearbeitung und Richtliniendateien zur Edge-Konfiguration – einen Riegel vorzuschieben.

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Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass laut Microsofts Ausführungen zum Thema nur Windows-10-Home- oder Pro-Clients mit aktivierten automatischen Updates (Windows Update) die neue Edge-Version automatisch erhalten. Clients, die über Windows Update for Business (WUfB), per WSUS, SCCM oder mit ähnlichen Tools verwaltet werden, brauchen die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen nicht umzusetzen.

Zu beachten ist, dass keine der beiden Maßnahmen die manuelle Installation des neuen Edge durch einen Benutzer (aus dem Internet oder von externen Medien) verhindern kann.

Für Administratoren in Umgebungen, in denen die Clients automatisch per Windows Update aktualisiert werden, hat Microsoft das "Blocker Toolkit" für Edge veröffentlicht. Es soll auf Systemen mit Windows 10 ab Version 1803 die automatische Edge-Aktualisierung unterbinden. Um die Aktualisierung zu steuern, kommen im Blocker Toolkit ein Skript mit Switches zum Blockieren und Zulassen der Edge-Updates sowie Vorlagen für entsprechende Gruppenrichtlinien zum Einsatz.

Das Blocker Toolkit nebst weiteren Informationen steht auf einer eigens eingerichteten Website bereit.

Alternativ kann man das Blockieren der Edge-Updates auch mittels eines manuellen Registry-Eintrags bewerkstelligen. Dazu legt man im Registrierungseditor den Schlüssel

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\EdgeUpdate

an und trägt anschließend den DWORD-Wert DoNotUpdateToEdgeWithChromium ein. Wird dieser Wert auf 1 gesetzt, blockiert dies die automatische Aktualisierung des Edge. Mit dem Wert 0 installiert Windows Update alle eintreffenden Edge-Updates automatisch. Das Anlegen der Registrierungseinträge erfordert administrative Berechtigungen.

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(ovw)