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Neuer Glasfaser-Verband nimmt Arbeit auf

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Der von den Breko-Abtrünnigen Netcologne und M-Net maßgeblich initiierte neue Bundesverband Glasfaser nimmt Formen an. Die neue Lobbytruppe gab sich auf einer Mitgliederversammlung in Hamburg eine Satzung, eine Führungsspitze sowie ein Akronym: Als "Buglas" wird der Verband künftig dafür eintreten, "dass wirtschaftliche und ordnungspolitische Anreize gesetzt und verstärkt" werden, die den Ausbau von Breitband-Glasfaseranschlüssen unterstützen, wie der Verband am heutigen Donnerstag mitteilte.

An der Spitze des Vorstands stehen M-Net-Chef Hans Konle als Präsident mit Netcolognes Werner Hanf als Vize, beide nach einstimmigem Votum der Mitglieder, die sich aus insgesamt neun Unternehmen rekrutieren. Dabei soll es nicht bleiben: "Unternehmen, die auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt in eigene glasfaserbasierte Netze investieren und betreiben, sind herzlich willkommen", sagte Konle. Darüber hinaus könnten dem Verband auch Technikausrüster und andere Brancheninteressierte als assoziierte Mitglieder beitreten.

Der nun in Köln angesiedelte Verband ist das Produkt eines Richtungsstreits im Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), dessen Mitglieder in regulierungspolitischen Kernfragen gespalten waren. Weil M-Net und Netcologne unter anderem die Position des Breko zur Regulierung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) nicht mittrugen, verließen die Netzbetreiber den Breitbandverband und gründeten mit weiteren Regional-Carriern den Buglas.

Als Glasfaseranbieter investieren die Buglas-Mitglieder in eigene Infrastruktur und kooperieren teilweise mit der Telekom beim regionalen Netzausbau. Eine auf Absenkung der Preise für Infrastrukturzugang gerichtete Verbandsarbeit, wie sie der Breko mit seiner Forderung nach niedrigeren TAL-Gebühren betreibt, wollten die Abweichler nicht mehr mittragen. Die Bundesnetzagentur entscheidet Ende März über die neue TAL-Miete. (vbr)