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Neuer Grafikchip von PowerVR kommt im April

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Die nächste Generation des von PowerVR Technologies entwickelten Kyro-Grafikchips wird im April in ersten Grafikkarten zu finden sein. Der Nachfolger des Kyro I soll den Leistungsvorsprung seiner Konkurrenten wieder etwas schmelzen lassen.

Bei Taktraten um die 175 MHz soll der Chip mit dem Tile-based Rendering-Verfahren, welches nur sichtbare Pixel berechnet, vor allem dort Leistung wettmachen, wo andere Grafikkarten mit zu niedrigen Busbandbreiten zu kämpfen haben. Zusammen mit Features wie interner 32-Bit-Farbauflösung auch bei 16 Bit-Betrieb, Full Scene Anti-Aliasing (FSAA), Environmental und Dot3 Bump Mapping, 8-layer Multi-Texturing und Schatten-Berechnung ("ConstantStencil") hofft man mit dem Kyro II vor allem im mittleren Preissegment der Konkurrenz zu Leibe rücken zu können.

Weiterhin soll der in 0,18 Mikron-Technik hergestellte Chip einen 128 Bit breiten Spreicherbus für 16 bis 64 MByte SGRAM bzw. SDRAM bei einem RAMDAC von 270 MHz mitbringen. Eine T&L-Einheit fehlt dem Kyro II allerdings immer noch, Dafür bringt er für DVD- und Video-Fans Motion-Compensation, 4:2:0 Overlay-Unterstützung, Sub-Picture-Blending, sowie Skalierung und Color-Keying mit. In die Grafikkarten werden Video Ein- und Ausgänge sowie DVI-Schnittstellen integrierbar sein.

Zu den ersten Herstellern von Kyro II-Karten werden neben der PowerVR-Tochter Videologic überraschenderweise auch Hercules/Guillemot zählen. Zumindest Guillemot hat bereits erste Details zu seiner Hercules 3D Prophet 4500 getauften Kyro-II-Grafikkarte für den AGP-Bus bekannt gegeben: Der Grafikchip und der mit 64 MByte SDRAM recht groß bemessene Speicher sind synchron mit 175 MHz getaktet. Die Grafikkarte wird laut Guillemot voraussichtlich in der zweiten Aprilwoche für etwa 350 Mark in Deutschland erhältlich sein. (dal)