Neuer Mac-Clone mit Einschränkungen

Psystar versucht mit einem Mac-kompatiblen Mini-Tower für 400 US-Dollar die Lücke zwischen Apples mini und dem Mac Pro zu besetzen.

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Von
  • Johannes Schuster

Die US-amerikanische Firma Psystar bietet unter dem Namen OpenMac für 400 US-Dollar ein Mac-kompatibles System im Mini-Tower an. Der Anbieter verspricht, dass Mac OS X 10.5 ohne Emulation darauf läuft und installiert das Apple-Betriebssystem auch auf dem Rechner, sofern man es für 155 US-Dollar miterwirbt. Psystar bedient sich der Vorarbeit des OSx86-Projektes und verwendet den Vanilla-Kernel mit "minimalem kext-Patching".

Im Vergleich mit einem Original-Mac gibt es jedoch einige Einschränkungen: Windows kann man zwar etwas umständlich parallel installieren, allerdings nicht mit dem Boot-Camp-Assistenten. Außerdem lässt sich die Software-Aktualisierung offenbar nicht verwenden, da nicht alle Updates ohne Schaden installiert werden dürfen. Psystar warnt davor, dass man in so einem Fall das Betriebssystem neu aufspielen müsse. Technisch gesehen stellt das Extensible Firmware Interface (kurz: EFI) eine Hürde für die Mac-Kompatibilität dar. Doch der auch von Intel unterstützte Standard findet sich in immer mehr Motherboards anderer Hersteller. Rechtlich sieht es so aus, dass Apple untersagt, Leopard auf Nicht-Apple-Rechnern zu verwenden. Hier bleibt die Verantwortung wohl bei den einzelnen Käufern.

Der OpenMac soll in die Lücke zwischen Mac mini und Mac Pro stoßen: Den Tower mit Intel-Chipsatz-Grafik und Core-2-Duo-Prozessor mit 2,2 GHz gibt es in Weiß oder Schwarz zum Preis von 400 US-Dollar. Im Lieferumfang sind 2 GByte RAM, eine 3,5-Zoll-Festplatte mit 250 GByte, ein 20-fach DVD-Brenner und vier USB-Anschlüsse. Gegen Aufpreis von 110 US-Dollar gibt es auch eine Nvidia-Grafikkarte GeForce 8600GT mit 256 MByte RAM dazu, drei FireWire-Ports kosten 50 Dollar. (jes)