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Neuer PIII-Celeron ohne Seriennummer

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Die umstrittene Seriennummer des Pentium III hat Intel bei dem heute vorgestellten mit dem gleichen Kern bestückten Celeron-Prozessor hardwaremäßig abgeschaltet. Damit zog Intel die Konsequenz aus der massiven Kritik an der individuellen Seriennummer (PSN), die nach Meinung vieler Datenschützer möglicherweise zum Ausspionieren des Webverhaltens der Benutzer missbraucht werden könnte. Zuletzt hatte eine im Auftrag der EU angefertigte Studie ernste Sicherheitsbedenken gegen die PSN erhoben. Beim Pentium III hält Intel jedoch weiterhin an der PSN fest und betrachtet den Verzicht auf dieses Feature beim Celeron als marktorientierte Abgrenzung, ähnlich wie der auf 66 MHz reduzierte externe Takt (FSB) und der halbierte L2-Cache.

Während Intel jedoch früher nicht müde wurde, auf die Bedeutung der PSN zur Vereinfachung des E-Commerce gerade auch für den Konsumenten hinzuweisen, ist es auf diesem Gebiet um die PSN insgesamt arg ruhig geworden. In neueren Publikationen und Standards, aufgelistet auf Intels Security-Page wird die PSN mit keinem Wort mehr erwähnt – etwa bei BIS (Boot Integrity Services, Abspeichern eines Public Key in einem geschützten Speicher) oder bei Intels kürzlich vorgestellter Protected Access Architecture (mit Chipkarte). Auch bei Erwähnungen des von Windows 2000 unterstütztem Internet-Verschlüsselungsprotokolls IPsec ist von der PSN nicht mehr die Rede. Und bei den Keynotes zu RSA2000 oder den Informationen zu "vertrauenswürdigen PCs" (Trusted-PCs) sucht man die PSN ebenfalls vergeblich. Ebensowenig wird man auf der Website der zusammen mit AMD, Microsoft, Compaq, HP und anderen im letzten Herbst gegründeten Trusted Computing Platform Alliance (TCPA) fündig. Die PSN scheint also zur Karteileiche zu verkommen. (as)