Neuer Personalausweis: Zertifizierter Komfortleser muss nachladen

Der Komfortleser von Reiner SCT, der zur CeBIT als erstes Gerät seiner Klasse die Zertifizierung für den neuen Personalausweis (nPA) erhalten hat, benötigt ein Upgrade, wenn die qualifizierte elektronische Signatur auf den Ausweis geladen werden soll.

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Von
  • Detlef Borchers

Der Komfortleser der Firma Reiner SCT, der zur CeBIT als erstes Gerät seiner Klasse die Zertifizierung für den neuen Personalausweis (nPA) erhalten hat, benötigt ein Upgrade, wenn die qualifizierte elektronische Signatur auf den Ausweis geladen werden soll. Dies geht aus einer Mitteilung des TÜV Nord hervor, die über die Zertifizierung des Cyberjack RFID komfort berichtet.

Wie der TÜV Nord schreibt, ist der Komfortleser nach dem Signaturgesetz für die Nutzung des Personalausweises und der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) zertifiziert worden. Ehe das Gerät eingesetzt werden kann, muss jedoch ein Upgrade erfolgen: "Anders als alle bisherigen Lesegeräte ermöglicht er künftig nach einer Aktualisierung der Firmware, die kontaktlose elektronische Signaturfunktion (eSign) des nPA zu nutzen." In der aktuellen Version wird der Komfortleser von Reiner SCT sicherheitshalber mit deaktivierter Signaturfunktion ausgeliefert, weil es zur Zeit kein Trustcenter gibt, das das Nachladen der Signaturfunktion auf den nPA unterstützt. Auch die AusweisApp unterstützt derzeit nicht die QES.

Für Carsten Sommer, Geschäftsführer von Reiner SCT, ist dies kein Handicap, sondern ein Service für Bürger, die einen Komfortleser suchen und die staatliche Förderung im Rahmen des IT-Investitionsprogrammes in Anspruch nehmen wollen. Durch die Förderung kostet der Komfortleser um 120 Euro. Das Programm läuft allerdings nur bis Ende 2011. Bis dahin müssen die geförderten Geräte ausgegeben sein. "Vor diesem Hintergrund war es für uns wichtig, ein zertifiziertes Gerät ausgeben zu können, was den Vorgaben der technischen Richtlinien (TR-03119) entspricht", erklärte Sommer gegenüber heise online. (jk)