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Neuer Power Mac mit zwei Dual-Core-CPUs und PCI Express [Update]

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Sämtliche Modelle der Power-Mac-G5-Linie arbeiten ab sofort mit Dual-Core-Prozessoren, auch die günstigste Version Power Mac G5 Dual (ab 2000 Euro). Hier kommt ein Doppelkern-Prozessor -- wohl der bereits erwartete IBM PowerPC 970MP -- mit 2 GHz Taktfrequenz zum Einsatz. In der "mittleren" Geräte-Version für 2500 Euro steckt der gleiche Prozessor mit 2,3 GHz Taktfrequenz. Apple spricht in den Tech Specs von "1 MByte L2-Cache pro Kern". Das Spitzenmodell Power Mac G5 Quad (3300 Euro) ist mit zwei 2,5-GHz-Dual-Core-Prozessoren bestückt. Die bisherigen G5-Einkerne (PowerPC 970FX) erreichten maximal 2,7 GHz, IBM muss also bei den Doppelkernen eindrucksvolle Einsparungen beim Energiebedarf realisiert haben. Die bisherigen G5-Doppelprozessor-Computer nehmen unter Volllast (netzseitig) mehr als 320 Watt Leistung auf.

Der von Apple angegebene Leistungssprung ist beachtlich: Der Power Mac G5 Quad 2,5 GHz (zwei Prozessoren, vier Kerne) soll etwa in Final Cut Pro 5 bis zu 60 Prozent schneller Video kodieren, eine Reihe von gängigen Photoshop-Filtern um 43 Prozent schneller abarbeiten und Videoeffekte in Adobe After Effects um 69 Prozent schneller rendern als der Power Mac G5 2,7 GHz (zwei Prozessoren, zwei Kerne).

Statt einem zweikanaligen PC3200-Hauptspeicher (DDR400-Chips) kommt jetzt DDR2-RAM zum Einsatz, das mit 266 MHz läuft (PC2-4200/DDR2-533; Intel setzt bereits PC2-5300-Speicher ein). Insgesamt zwei Kanäle und acht DIMM-Steckplätze steuert das Speicher-Interface des neuen Controller-Bausteines an. Der Frontside-Bus arbeitet mit 1 GHz (Power Mac G5 Dual 2 GHz), 1,15 GHz (Power Mac G5 Dual 2,2 GHz) beziehungsweise 1,25 GHz (Power Mac G5 Quad 2,5 GHz, pro Prozessor). Der maximale Speicher-Ausbau beträgt 16 GByte; unterstützt werden 256-MByte- bis 2-GByte-DIMMs.

Der neue System-Controller setzt statt auf PCI-X auf PCI Express (PCIe), anscheinend hat Apple keine konventionellen PCI-Slots und auch keine PCI-X-Steckplätze mehr vorgesehen. Die Kunden dürften das mit gemischten Gefühlen sehen, denn PCIe ist nicht kompatibel zu PCI-X oder PCI; andererseits ist jetzt der Einsatz sehr schneller PCI-Express-Grafikkarten möglich (PEG, PCI Express for Graphics). Als Standard-Ausstattung sieht Apple PEG-Karten mit dem vor etwa einem Jahr vorgestellten Nvidia GeForce 6600 und dessen Spar-Version 6600 LE vor, optional sind aktuelle Karten mit GeForce 7800 GT oder der Workstation-GPU Nvidia Quadro FX 4500 zu haben.

Die sonstige Schnittstellen-Ausstattung der neuen Power Macs G5 hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht wesentlich verändert: Ein FireWire-800-Port, zwei FireWire-400-Ports, vier USB-2.0-Anschlüsse, optische und digitale Audio-Ein- und Ausgänge, optional AirPort Extreme (WLAN). Hinzugekommen sind ein zweiter GBit-LAN-Port und auf Wunsch Bluetooth 2.0+EDR.

Apple baut auch einen 16X-DVD-Brenner (SuperDrive) und eine oder zwei SATA-Festplatten (maximal jeweils 500 GByte) ein. Ein PCIe-FibreChannel-Adapter ist ebenfalls lieferbar. Drei leistungsfähige PCIe-Slots sind frei: Zwei mit vier Lanes (PCIe x4) und einer mit acht Lanes (PCIe x8). Sofern diese als lange PEG-Slots ausgeführt sind, lassen sich weitere PCIe-Grafikkarten einbauen (PCIe-x16-Karten laufen auch mit weniger Lanes).

Alle enthalten 512 MByte PC2-4200-RAM; die beiden schnelleren kommen mit 250-GByte-Festplatten und einer GeForce 6600 mit 256 MByte Speicher, das preiswerteste Modell mit einer 160-GByte-Platte und der GeForce 6600 LE mit 128 MByte Speicher. Die Gehäuse sind auf den ersten Blick unverändert. Das günstigste und das mittlere Modell sollen ab sofort verfügbar sein, den Power Mac G5 Quad will Apple ab November verkaufen.

Zu den Neuvorstellungen von Apple siehe auch: (ciw)