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Technology Review

Neuer Sender spürt verlorene Dinge weltweit auf

Ein Startup hat einen Sender entwickelt, der neben Bluetooth auch noch einen GPS-Empfänger zur Ortsbestimmung und ein Mobilfunkmodul enthält. Damit kann man Personen oder Dinge in vielen Weltregionen verfolgen.

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Mit Funksender-Tags soll bald nichts mehr verloren gehen - sei es nun ein Schlüsselbund, ein Koffer oder andere Wertgegenstände. Das funktioniert zumeist über den Nahbereichsfunk Bluetooth und eine Smartphone-App, die sich meldet, sobald ein Tag nicht mehr im Empfangsbereich ist.

Das österreichische Start-up Locca treibt die neue Technik nun auf die Spitze, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Es hat Tags entwickelt, die neben Bluetooth auch noch einen GPS-Empfänger zur Ortsbestimmung und ein Mobilfunkmodul enthalten. So ist es möglich, das Locca-Tag potenziell über die halbe Welt zu verfolgen. Locca stellt sich verschiedene Anwendungsbereiche vor. So kann man neben Gegenstände auch Haustiere, Autos und sogar den Nachwuchs tracken - für all das gibt es passende Pakete mit Zusatzprodukten wie Stromadaptern oder Silikonhüllen.

Locca verkauft seinen Sender in zwei Grundversionen zu Preisen ab 100 Euro mit sechs Monaten Vertragslaufzeit. LoccaMini hält sieben Tage durch und wiegt 23 Gramm. LoccaPhone ist dank größerem Akku 37 Gramm schwerer, kann dafür 40 Tage lang eingesetzt werden und enthält als Zusatzfunktion ein Mobiltelefon samt Lautsprecher, Mikrofon und Notruftaste. Außerdem kann sich LoccaPhone auch in WLAN-Netze einbuchen.

Nach einem halben Jahr wird der Service recht teuer: Dann kostet der Betrieb eines LoccaMini 9,90 Euro und der eines LoccaPhone 14,90 Euro monatlich. Alternativ kann man sich etwas billigere Prepaid-Pakete mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren kaufen. Eigene SIM-Karten lassen sich in LoccaPhone und LoccaMini nicht nutzen.

Eingesetzt werden kann das System in den meisten europäischen Ländern, französischen Überseegebieten sowie den USA. Im Netz kam die Idee von Locca gut an. Im Rahmen eines Crowdfunding-Projekts auf der Plattform Indiegogo warben die Macher knapp 80.000 Euro ein. Die ersten Geräte sollten im Februar an Besteller gehen.

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(bsc)

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