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IFA

Neues Fernsehsiegel heißt "HD ready 1080p"

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Die Industrievereinigung EICTA hat einen Namen für ihr neues Logo für Fernseher mit einer Panel-Auflösung von 1920 × 1080 Bildpunkten gefunden. Entsprechend der Idee einer Erweiterung des bisherigen Logos "HD ready" soll es "HD ready 1080p" heißen. c't hatte von dem Fernsehsiegel bereits im Artikel "Und sie ruckeln doch" (c't 17/08, S. 152) berichtet. Damals ging man aufgrund der Angaben verschiedener Industrie-Insider vom Namen Full HD ready aus. Darauf teilte Dietrich Westerkamp, seines Zeichens "HDTV Issue Manager" der EICTA, der Redaktion mit, dass man "Full HD ready" nicht benutzen werde. "Der Terminus 'Full HD' wird zwar von vielen Herstellern verwendet, ist aber wenig sinnreich", meinte Westerkamp. Tatsächlich soll das neue Logo nun auf der IFA-Pressekonferenz der Deutschen TV Plattform am Freitag präsentiert werden.

Die EICTA verlangt für die Logo-Konformität die Entgegennahme von 1080p-Signalen über die digitale (kopiergeschützte) Schnittstelle. Allerdings ist es den Herstellern überlassen, ob ihre Fernseher 1080p-Bilder auch analog annehmen können. Diese Entscheidung dürfte in der Realität leichtfallen, da die HD-Disc-Player die 1080p-Formate auch nicht an ihren analogen Videoausgängen zur Verfügung stellen – Hollywood lässt grüßen. Eine weitere Voraussetzung für die Erteilung des Logos ist die Möglichkeit, das vom Analog-TV übernommene Relikt "Overscan" zu deaktivieren. Sollte die Pflicht zur pixelgenauen Abbildung des Videobilds Bestandteil des Logos sein, könnte c’t diesem doch noch etwas Positives abgewinnen.

Letztlich bestätigte uns Westerkamp in dem Bericht "Und ewig ruckeln die HD-Bilder" (c't 18/07, Seite 27) aber auch, dass es für den 24p-Modus keine Vorgaben geben wird. Daher bleibt c't bei der geäußerten Kritik: Die offizielle Erklärung, die "EICTA kann und wird kein Qualitätslogo, sondern ‚nur’ ein Interoperabilitätslogo mit Mindestanforderungen bereitstellen", ist aus Kundensicht wenig befriedigend. Der EICTA-Vertreter rechtfertigt die Position der Vereinigung damit, dass letztlich "der Markt über Erfolg oder Misserfolg von Produkten entscheiden" wird. (nij)