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Neues Firmenkonsortium für Linux auf ARM-Prozessoren

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Die Firmen ARM, Freescale, IBM, Texas Instruments, Samsung und ST-Ericsson haben das Non-Profit-Konsortium Linaro ins Leben gerufen, das die Verbreitung von Linux auf ARM-basierten mobilen Geräten vorantreiben soll. Linux wurde ursprünglich für x86-Prozessoren entwickelt, daher fehlten manchmal wichtige Funktionen abseits der x86-Plattform, sodass Linux bei ARM-basierten Consumer-Geräten ein wenig hinterher hinke, sagte Tom Lantzsch vom Prozessorhersteller ARM, der künftig einen der beiden Chefposten des Linaro-Konsortiums bekleiden wird.

Linaro soll sich um wichtige Teile der Kernel-Entwicklung auf ARM-Prozessoren kümmern und Programmierwerkzeuge sowie Software für die ARM-Plattform bereitstellen. Allerdings fehlt es offenbar nicht nur an Software – als weiteres wahrscheinliches Hindernis nennt Lantzsch, dass die Entwickler aus der Linux-Community möglicherweise keinen Zugang zu den System on a Chip (SoC) auf ARM-Basis haben, die in immer größeren Stückzahlen in Consumer-Geräten eingesetzt werden. Deshalb soll Linaro künftig alle sechs Monate Entwickler-Tools, optimierte Kernel und Middleware veröffentlichen, die die Open-Source-Community als Basis für ihre Linux-Betriebssysteme verwenden soll. Das erste Release soll noch im November 2010 erscheinen und zumindest ARMs Cortex-A-SoCs unterstützen.

Auf diese Weise soll die Verbreitung von Linux auf ARM-basierten mobilen Geräten vorangetrieben werden, die bisher von Googles Android sowie Maemo von Nokia dominiert werden, das inzwischen in das gemeinsam mit Intel betriebene Meego-Projekt eingegangen ist. Linaro sieht sich jedoch nicht als Konkurrent: Laut ARMs CEO Warren East will man mit der gesamten Open-Source-Szene zusammenarbeiten, um die Entwicklung der nächsten Generation Smartphones und anderer mobiler Geräte zu beschleunigen. Daher werde man auch in Projekte wie Android, MeeGo, Ubuntu und WebOS investieren. (mid)

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