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Neues Google Nexus 7 mit mehr Pixeln und Power

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Mehr Leistung für das Erfolgsmodell: Das neue Nexus 7 von Google bleibt ein Android-Tablet mit 7-Zoll-Display und vier CPU-Kernen. Doch mit Full-HD-Auflösung, einem schnelleren Prozessor und mehr Ausstattung soll der Abstand zur aufholenden Konkurrenz wieder hergestellt werden. Allerdings zu einem etwas höheren Preis.

Wie bei der ersten Generation aus dem vergangenem Jahr setzen Google und Hersteller Asus auf einen etwas älteren, aber vergleichsweise leistungsfähigen Prozessor. Statt des alten Tegra 3 – der der Konkurrenz mittlerweile deutlich hinterherhechelt – setzt man nun auf den gleichen Chip wie im Nexus 4. Das Smartphone nutzt ebenfalls den Qualcomm Snapdragon S4 Pro mit 1,5 GHz Takt und liegt damit etwas hinter den Top-Modellen von HTC und Samsung mit Snapdragon 600. Erste inoffizielle Benchmarks bescheinigen dem Tablet dann auch sehr ähnliche Leistungswerte, die sich für ein 7-Zoll-Tablet dennoch sehen lassen können.

Das neue Nexus 7 (5 Bilder)

Das Aussehen des neuen Nexus 7 hat sich mit der neuen LED deutlich an das Nexus-4 -Smartphone angenähert. (Bild: Google)

Der Arbeitsspeicher ist nun auf 2 GByte gewachsen, was dem Stand bei aktuellen High-End-Geräten mit Android entspricht. Nicht bewahrheitet haben sich Gerüchte, die sogar von der doppelten Menge sprachen. Der interne Speicher ist wahlweise 16 oder 32 GByte groß, was jedoch weiterhin fehlt ist ein SD-Kartenslot.

Konnte eine Auflösung von 1280×800 Pixeln beim Erscheinen des alten Nexus 7 noch beeindrucken, gehört sie selbst bei den 7-Zoll-Tablets für unter 200 Euro inzwischen zum guten Ton. Beim neuen Gerät hat Google deswegen ordentlich nachgelegt: Das neue Display mit 17,8 Zentimeter Diagonale hat nun eine Full-HD-Auflösung (1920×1200 Pixel), was einer Pixeldichte von 323 dpi entspricht. Nicht nur deutlich mehr als die 264 dpi eines iPad 4, sondern ebenfalls mehr Pixel pro Zoll als beim großen Nexus 10.

Gefunkt wird nun auch in WLAN-Netzen im 5-GHz-Band, ansonsten bleibt es bei 802.11n-WLAN. Weiterhin mit dabei sind NFC und Bluetooth, dank Android 4.3 nun erstmals auch mit Unterstützung für Bluetooth Smart. Eine Mobilfunkversion wird es ebenfalls wieder geben, diesmal mit LTE-Unterstützung. Bislang war jedoch nur von einer US-Version die Rede, ob es auch Unterstützung für die drei deutschen Frequenzen geben wird, ist unbekannt.

Deutlich mehr Pixel versammeln sich nun auf den 7-Zoll-Display, das deutlich schärfer aussehen soll.

(Bild:  Techstage )

Beim Gehäusedesign hat sich ebenfalls viel getan: An der Front gibt es endlich eine LED für Benachrichtigungen und der gewachsene Nexus-Schriftzug ist jetzt quer auf der Rückseite aufgebracht. Ansonsten entspricht die Gestaltung deutlich dem dezenten Stil der anderen Nexus-Geräte. Gegenüber dem Vorgänger hat man deutlich abgespeckt: Statt zuvor 10 Millimeter, ist das neue Nexus 7 nur noch 8 Millimeter dick. Zudem ist der Rahmen an den langen Seiten 3 Millimeter schmaler geworden und soll 50 Gramm weniger wiegen.

Statt einem Lautsprecher auf der Rückseite, gibt es nun zwei an den beiden kurzen Enden. Der untere Lautsprecher wird allerdings optisch vom Micro-USB-Anschluss in zwei Teile getrennt. Bleibt abzuwarten, ob die Klangqualität darunter leidet. Neu ist ebenfalls die Kamera auf der Rückseite mit 5 Megapixeln, die die bisher schon vorhandene Frontkamera ergänzt. Der Akku des Tablets soll nach dem Qi-Standard auch kabellos laden. Wie beim Nexus 4 lässt sich per SlimPort-Adapter ein HDMI-Signal ausgeben. Ob auch Miracast unterstützt wird, bleibt vorerst unklar. Google erwähnte den seit Android 4.2 unterstützten Standard nicht.

Auch in der neuen Variante heißt das Tablet übrigens weiterhin schlicht Nexus 7. Für den Käufer könnte es deshalb schwierig werden die Generationen auseinander zu halten: Das alte Nexus 7 gibt es vorerst weiterhin im Einzelhandel. Wie schnell die alte Generation verschwindet bleibt abzuwarten – selbst die im Oktober 2012 eingestellte Version mit 8 GByte internem Speicher gibt es dort noch immer zu kaufen.

Die bessere Ausstattung des neuen Nexus 7 hat allerdings ihren Preis: Mit 16 GByte internem Speicher soll das Tablet 229 US-Dollar kosten, mit 32 GByte 269 Dollar. Das sind jeweils 20 Dollar mehr als beim Vorgänger. Ab 30. Juli ist die WLAN-Version des Tablets in den USA erhältlich, in den nächsten Wochen soll es auch auf den deutschen Markt kommen. Wann genau ist ebenso unbekannt wie der deutsche Preis. Das später herauskommende LTE-Modell wird 349 Dollar kosten, einen Termin dafür nannte Google nicht.

Update 20:10 Uhr: Mittlerweile hat Google auch die englische Nexus-Seite auf den neusten Stand gebracht. Aus den technischen Daten fürs Nexus 7 geht unter anderem hervor, dass es wohl auch in Europa eine LTE-Version geben wird. Diese wird dann auch die drei in Deutschland verwendeten Frequenzen (800, 1800 und 2100 MHz) unterstützen.

Das Gewicht des Tablet ist mit 290 Gramm für die WLAN-Version und 299 Gramm für die LTE-Version angegeben. Auffällig ist die fehlende Erwähnung von Miracast. Die Akkukapazität ist gegenüber dem alten Nexus 7 etwas geschrumpft (nun 3950 statt 4325 mAh), dennoch soll eine Stunde mehr Laufzeit drin sein.

Auf der deutschen Seite fürs neue Tablet gibt es bisher nur ein Bild und die Möglichkeit seine Mail-Adresse für spätere Informationen zu hinterlassen. (asp)

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