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Neues Release der Btrfs-Tools

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Btrfs-Chefentwickler Chris Mason hat ein neues Release der Btrfs-progs veröffentlicht. Obwohl sich das zentrale Verwaltungstool btrfs immer noch als Version v0.19 meldet, enthält es jetzt die relativ neue Scrub-Funktion. Sie war bislang nur in Entwicklerversionen der btrfs-progs enthalten war und fehlt daher in den meisten Linux-Distributionen, die Btrfs bereits mitbringen. Beim Scrubbing werden alle Daten und Metadaten eines Btrfs eingelesen und überprüft, sodass sich Hardware- und Softwarefehler frühzeitig entdecken lassen.

Die neuen Tools stehen im Quellcode in einem Git-Repository auf kernel.org zur Verfügung. Zum Übersetzen benötigt man neben den üblichen Entwicklertools die Entwicklerdateien von libuuid und libattr (uuid-dev und libattr-dev bei Debian und Ubuntu, libuuid.devel und libattr-devel bei Fedora). Ein vernünftiges fsck-Tool, das Mason eigentlich zur LinuxCon vorstellen wollte, fehlt allerdings noch: Das enthaltene Btrfsck kann interne Fehler im Dateisystem lediglich anzeigen, aber nicht reparieren. Das Fehlen eines Reparaturwerkzeugs ist der Hauptgrund, warum das für Anfang November angekündigte Fedora 16 Btrfs nicht als Default-Dateisystem verwendet.

Mehr zu Btrfs finden Sie in c't 23/11 (derzeit im Zeitschriftenhandel erhältlich) und c't 24/11 (ab Montag, 7.11., erhältlich). (odi)