Neues Sozialnetz Column will Prominente zu Gruppen-Leitern machen

Eine neue Art von sozialem Netzwerk setzt auf die Kraft des Geldes: Prominente sollen investieren, um dort Gruppen zu leiten, andere dafür sogar bezahlt werden.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 7 Beiträge
Neues Sozialnetz Column will Prominente zu Gruppen-Leitern machen

Alle in einem Netz?

(Bild: Michael Traitov/Shutterstock.com)

Von
  • Sascha Mattke

In den USA ist Werbung für eine neue Art von sozialem Netzwerk aufgetaucht, das mit prominenten Gruppen-Leitern für bestimmte Themen heraussticht und auf diese Weise bezahlende Nutzer gewinnen will. Dahinter steht eine derzeit nicht sehr bekannte, aber in der US-Technologieszene dennoch bedeutende Person: Der Geschäftsmann Aron Ping D'Souza als der Architekt der juristischen Strategie, mit der 2016 der Klatsch-Blog Gawker in die Insolvenz gezwungen wurde. Auch Peter Thiel, also der Investor, der hinter dem Verfahren gegen Gawker stand, soll bei dem neuen Dienst eine Rolle spielen, berichtet Technology Review online in "Bezahltes Sozialnetz mit Superstars".

Offenbar soll der Column genannte Dienst eine Art bezahlte Version von Facebook werden, die nur auf Einladung genutzt werden kann. Die Hauptattraktion dabei sind die Personen, die an der Spitze der privaten Gemeinschaften stehen sollen. Thiel, der auch im Facebook-Board sitzt, wird in einer Präsentation als "fest zugesagt" bezeichnet, ebenso wie Rob Hayes, einer der ersten Uber-Investoren. Der Salesforce-CEO Marc Benioff und der Computerexperte Stephen Wolfram werden als interessiert aufgeführt.

Der Plan ist, dass diese Vordenker sich in den Dienst einkaufen: Laut der Präsentation will Column 50 Millionen Dollar Kapital von "500 Anteilseignern, bei denen es sich um bekannte Intellektuelle handelt", einsammeln. Jeder von ihnen soll 100.000 Dollar investieren und dann seine eigene private Gemeinschaft (oder Column, also Säule) leiten. Das Netzwerk selbst soll zwar nur für Abonnenten offen sein, aber nicht derart exklusiv: Jeder kann sich anmelden, und die Hoffnung ist, dass der Bezahldienst statt des oft hässlichen Sumpfes wie in anderen sozialen Medien hochwertige Inhalte entstehen lässt. Laut der Präsentation sollen andere prominente Nutzer auch mit Geldprämien dazu gebracht werden, dass sie eine Gemeinschaft auf Column leiten.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)