Menü

New York Times: Fast eine Million Digital-Abos und Hoffnung auf Apple Watch

Vier Jahre nachdem die New York Times eine Paywall vor ihren Internetinhalten errichtet hat, erreicht sie bald eine Million Online-Abonennten. Bei der US-Zeitung denkt man schon weiter und sieht in der Apple Watch Chancen für den Journalismus der Zukunft.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 19 Beiträge
The New York Times

(Bild: dpa, Ole Spata)

Die New York Times will bald eine Million Digital-Abonnenten erreichen. "In den nächsten Monaten könnte es damit klappen, das wäre ein Meilenstein", berichteten die Manager Andrew Phelps und Adam Ellick am Montag beim European Newspaper Congress in Wien. Ein klarer Trend sei der mobile Zugriff auf die Inhalte via Smartphone. "60 Prozent unserer User kommen von mobilen Endgeräten", so Phelps.

Wichtig sei die multimediale Aufbereitung von Inhalten – von der Kurzform bis zur langen Hintergrundgeschichte. Für die neue Apple-Watch-App der New York Times seien "Ein-Satz-Geschichten" entwickelt worden. "Geschichten, die aus einem Satz bestehen – kurze, knackige Storys, denn wer zu lange auf der Apple-Watch liest, dem schläft der Arm ein", so Ellick. "Das ist möglicherweise die Zukunft des Journalismus."

Bei der starken optischen Präsentation von Geschichten haben nach Überzeugung von Kongress-Mitveranstalter Norbert Küpper einige deutsche Verlage noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. "Etwa 40 Prozent der deutschen Zeitungen können bei visuellen Themen noch etwas machen", sagte er am Rand des Kongresses. Skandinavien und inzwischen auch Blätter in den Niederlanden seien hier führend – auch dank einer vergleichsweise höheren Zahl an Gestaltern oder gar angestellten Illustratoren. (mho)