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New York startet Video- und Bilderdienst für Notrufe

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Künftig sollen über den Notruf 911 eingegangene Multimedia-Dateien auch an Streifenwagen des NYPD übermittelt werden.

Die Stadtverwaltung von New York hat gut eineinhalb Jahre nach Ankündigung den Betrieb eines Video- und Bilderdienstes für das örtliche Notrufsystem (911) und die städtische Bürger-Hotline (311) aufgenommen. Wer in New York eine Straftat, Ordnungswidrigkeiten oder andere Vorkommnisse melden will, kann aufgenommene Bilder und Videos nun direkt von internetfähigen Handys oder einem Computer aus an die zuständigen Stellen schicken. Damit diese aber nicht mit Unmengen von unerwünschten Multimedia-Dateien geflutet werden, wurden einige Regeln aufgestellt.

So wird bei einem eingehenden 911-Notruf im internen Polizei-Kommunikationssystem zunächst nur ein Code vergeben, der darauf verweist, dass ein Bild- oder Video-Angebot vorliegt. Dieser Code wird mit der Telefonnummer des Anrufers dann an das Real Time Crime Center (RTCC) des New York Police Department (NYPD) weitergereicht. Der zuständige Mitarbeiter im RTCC kontaktiert anschließend den Anrufer und teilt ihm eine Webadresse mit, an die er das Bildmaterial schicken soll.

Multimedia-Meldungen an die 311-Bürger-Hotline sind zunächst auf Gefährdungen durch fehlende oder beschädigte Verkehrsschilder, Beschädigungen von Straßen und Gehwegen, Vermüllung, sowie Beschwerden zu Parkuhren, Parkplätzen, Bushaltestellen, Parkanlagen oder öffentlichen Telefonzellen beschränkt. Pro Fall werden drei Fotos oder Videos akzeptiert, die Bürger über eine spezielle Seite des Stadtportals nyc.gov hochladen können. Bei 311-Calls soll der Operator den Anrufern die Webadresse mitteilen.

New Yorks Bürgermeister Michael R. Bloomberg bezeichnete die Technik als "ganz neue Stufe" im Kampf gegen Kriminalität. Police Commissioner Raymond W. Kelly erklärte, bei der Verbrechensbekämpfung seien Bilder oft mehr wert als tausend Worte. So könnten Bilddateien beispielsweise mit Data-Mining- und Analyse-Tools der Polizeibehörden verknüpft und mögliche Verdächtige schneller identifiziert und lokalisiert werden. In Zuge einer weiteren technischen Aufrüstung sollen Multimedia-Dateien künftig auch an New Yorker Streifenwagen übermittelt werden. (pmz)