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News Corporation verdient am Kabelfernsehen

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Das florierende Fernsehgeschäft füllt der News Corporation die Kasse. Im zweiten Geschäftsquartal konnte Rupert Murdochs Konzern den Gewinn gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln auf unterm Strich 642 Millionen Dollar (465 Millionen Euro). "In den USA wachsen unsere Kabelkanäle und gewinnen neue Abonnenten", sagte Murdoch laut Mitteilung. Zudem erholten sich sie frei empfangbaren Fernsehsender. Der Umsatz erhöhte sich insgesamt um 1 Prozent auf knapp 8,8 Milliarden Dollar.

In der Wirtschaftskrise waren die überlebenswichtigen Werbespots vielfach ausgeblieben. Seit einigen Monaten strömen die Werbemillionen nun wieder. Auch der Rivale Time Warner hatte am Morgen ein Gewinnplus vermeldet. Zudem verdiente Murdoch im Verlagsgeschäft wieder gutes Geld, nachdem ein Rechtsstreit im Vorjahreszeitraum ein Loch gerissen hatte.

Das Filmgeschäft schwächelte indes, nachdem vor einem Jahr Blockbuster wie Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los für einen Geldsegen gesorgt hatten. Momentan laufen im Kino das Ballett-Drama Black Swan sowie der dritte Teil der Fantasy-Saga Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte. Die Aktie fiel nachbörslich 1 Prozent.

Zur News Corp. gehören das Filmstudio 20th Century Fox, die Fernsehsender-Kette Fox, Zeitungen wie das Wall Street Journal, die britische Times und Sun sowie Buchverlage. Hierzulande kontrolliert Murdoch den in der Dauerkrise steckenden Bezahlsender Sky Deutschland (ehemals Premiere). In Großbritannien will er sich gerade die Fernsehgruppe BSkyB komplett einverleiben.

Murdoch gilt als einer der Vorreiter des Umbruchs in der Medienlandschaft. Er verlangte als einer der ersten von den Online-Lesern seiner klassischen Zeitungstitel Geld. Am Mittwochmorgen startete er die erste eigens für das iPad entwickelte Zeitung namens The Daily, die 99 Cent die Woche kostet.

Mit dem Kauf des einst führenden sozialen Netzwerks MySpace hatte Murdoch kein Glück. Der Rivale Facebook scheint mittlerweile übermächtig. Murdoch entließ massenhaft Mitarbeiter bei MySpace und will die Website nun als Unterhaltungsplattform neu aufstellen. Es halten sich auch hartnäckig Spekulationen über einen Verkauf. Wegen der Probleme musste die News Corp. im Quartal 275 Millionen Dollar in den Wind schreiben. (anw)