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Next-Gen-Grafikdemo: Fotorealistischer Unreal-Engine-Wald mit Farnen und Felsen

Eine neue Technikdemo zeigt, was mit der Unreal Engine 4 und Photogrammetrie-Technik möglich ist. Mit zwei Nvidia GeForce GTX 1080 Ti soll die Demo beim Entwickler flüssig laufen.

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Next-Gen-Grafikdemo: Fotorealistischer Unreal-Engine-Wald mit Farnen und Felsen

(Bild: Rens de Boer)

Ein ehemaliger 3D-Designer der Battlefield-Serie hat mithilfe der Unreal Engine eine stellenweise fotorealistische Technikdemo erschaffen. Ein Video des in Echtzeit gerenderten Materials lässt sich auf Youtube anschauen.

Die Technikdemo zeigt Ausschnitte einer Waldumgebung mit hochdetaillierten Felsen, Blättern und Böden, die durch realistisch anmutende Lichteffekte und Verschattung nahezu fotorealistisch wirken. Dabei setzt Rens de Boer auf Nvidias VXGI, also Voxel Cone Tracing Global Illumination. De Boer weist darauf hin, dass er alle Objekte, Materialien und Texturen selbst erzeugt hat.

Unreal-Engine-Technikdemo auf Youtube

Dabei verwendete er die Photogrammetrie-Technik, bei der durch Fotokameras in verschiedenen Lichtsituationen aufgenommene Bilder von komplexen Algorithmen an die jeweilige 3D-Szene angepasst werden. De Boer erklärt, jedes Blatt rund zehn Mal unter verschiedenen Lichtverhältnissen fotografiert zu haben. Die einzelnen Objektbestandteile – etwa einer Pflanze – hat De Boer mithilfe von ExLevel GrowFX zusammengefügt.

Beim Boden kommt Nvidias PhysX-Physiksimulation zum Einsatz. Diese simuliert die Schwerkraft und sorgt dafür, dass auch hunderte Blätter "natürlich" zu Boden fallen oder auf Ästen und Felsen hängen bleiben. Rens de Boer wird von Epic Games finanziell unterstützt und erhält PC-Hardware von den Firmen AMD, Nvidia und Valve; außerdem bekommt er Software von Allegorithmic, ExLevel GrowFX und SpeedTree gestellt.

Technikdemo: Unreal-Engine-Wald (8 Bilder)

Die Technikdemo soll auf einem SLI-Grafikkartenverbund mit zwei Nvidia GeForce GTX 1080 Ti flüssig laufen. Das System wurde dabei von einem Prozessor der Serie Intel Core i7-5960X angetrieben. Als Arbeitsspeicher kamen 64 GByte DDR4-2400 von Corsair zum Einsatz.

Vor wenigen Wochen hatte eine Gruppe von Unity-Entwicklern unter der Bezeichnung Book of the Dead eine fotorealistische Technikdemo enthüllt, die ebenfalls Photogrammetrie verwendete. Auch diese Demo sollen leistungsfähige Grafikkarten in Echtzeit berechnen können, eine genaue Hardware-Voraussetzung nannten die Designer allerdings nicht. Die Demo wurde mit der Unity Engine 2018.1 erstellt, welche etwa Physically Based Rendering, High Dynamic Range Rendering, Surbsurface Scattering und Clear Coating unterstützt.

Book of the Dead: Unity Interactive Demo

(mfi)

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