Nextbit: Gaming-Spezialist Razer kauft Smartphone-Startup

Vom US-Startup Nextbit hat man nicht mehr viel gehört, seit das 2015 vorgestellte, per Crowdfunding finanzierte Cloud-Smartphone Robin tatsächlich in Produktion ging. Nun wird die Firma gekauft.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen

Das Nextbit Robin punktet mit eigenständigem Design und Stereo-Klang, es war eines der ersten Smartphones mit USB-C.

Von

Der Gaming-Spezialist Razer kauft das US-Startup Nextbit, Hersteller des per Crowdfunding finanzierten Android-Smartphones Robin, geben beide Firmen bekannt; finanzielle Details werden nicht veröffentlicht. Nextbit bleibe unabhängig und tue genau das gleich wie bisher, sagte Gründer Tom Moss, nur größer und besser.

Razer will laut Pressemeldung in den Smartphone-Markt einsteigen. Bislang verkauft Razer Gaming-Zubehör wie Mäuse, Tastaturen, aber inzwischen auch Notebooks und PCs speziell für Gamer. Auf der CES im Januar zeigte Razer etwa den Prototyp eines Notebooks mit zwei ausfahrbaren Displays.

Doch der Smartphone-Einstieg wird Razer nicht mit dem zur IFA 2015 vorgestellten, immer noch einzigen Modell Robin gelingen: Nextbit hat den Verkauf inzwischen gestoppt, will noch sechs Monate lang Garantieverpflichtungen erfüllen und bis 2018 Security-Patches sowie Software-Updates ausliefern.

Die Besonderheit der Android-Variante des Robin ist, Apps, Fotos und Videos automatisch in eine Nextbit-Cloud auszulagern, sobald der interne Speicher knapp wird. Die ausgelagerten Apps lassen sich später inklusive aller Einstellungen, Spielstände und weiterer Dateien wieder installieren. Diese zu Zeiten von Android 4 und 5 durchaus sinnvolle Funktion hat jedoch mit Android 6 an Bedeutung verloren: Flexibler ist dessen Möglichkeit, eine SD-Karte als internen, auch für Apps nutzbaren Speicher zu formatieren. Zudem bot Nextbit nur 100 GByte Cloud-Speicher an, während MicroSD-Karten mittlerweile mit 256 GByte erhältlich sind.

Zu erwarten ist also, dass Nextbit ein neues Smartphone vorstellt, beziehungsweise die vermutlich schon vorhandenen Pläne eines Robin-Nachfolgers mit der finanziellen Unterstützung von Razer nun zur Marktreife bringt.

Siehe auch:

Nextbit Robin und Cloud-Speicher (7 Bilder)

USB-C-Anschluss am unteren Ende des Nextbit Robin

(jow)