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Nextbit schaltet Cloud-Speicher ab – Robin-Nutzer müssen sich Apps zurückholen

Das mittlerweile zu Razer gehörende US-Unternehmen Nextbit schaltet seinen Cloud-Dienst ab. Besonders davon betroffen sind Nutzer des Robin-Smartphones. Sie müssen sich nun alle in die Cloud ausgelagerten Apps manuell zurückholen.

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Nextbit schaltet Cloud-Speicher ab – Robin-Nutzer müssen sich Apps zurückholen

(Bild: Nextbit)

Die Nextbit-Cloud wird abgeschaltet. Das teilt das Unternehmen, das mittlerweile zu Razer gehört, in einer Mail an Nutzer sowie auf seiner Webseite mit. Der sogenannte Smart Storage Dienst wird demnach ab dem 1. Mai nicht mehr funktionieren. Bisherige User müssen sich bis dahin ihre Daten aus der Cloud zurückholen und lokal sichern, um diese nicht zu verlieren.

Fotos kann man sich über die Nextbit-Webseite zurückholen. Dort bietet Nextbit ein Tool an, mit dem man die Bilder entweder einzeln oder im Paket herunterladen kann. Dieses Tool soll bis zum 1. April, also einen Monat nach Abschaltung der Cloud, funktionieren. Anschließend werden alle gespeicherten Fotos permanent gelöscht und können nicht wiederhergestellt werden.

Besonders hart trifft das Cloud-Aus Nutzer eines Robin-Handys. Die Cloud-Anbindung war das große Verkaufsargument des Smartphones: Käufer bekamen zum Handy Cloud-Speicher dazu, der besonders smart eingesetzt werden sollte. Seltener genutzte Apps wurden zum Beispiel automatisch vom lokalen Speicher in die Cloud verschoben und schlicht neu heruntergeladen, wenn die Anwendung doch wieder gestartet wurde.

Auch die Daten dieser in die Cloud verschobenen Apps gehen verloren, sofern sie nicht zuvor wieder auf das Handy gespielt wurden. Das müssen Robin-Nutzer für jede App manuell erledigen. Zusätzlich müssen die Apps dann "angepinnt" werden – also so eingestellt werden, dass sie auch bei Nicht-Aktivität nicht wieder in die Cloud verschoben werden.

Eine Überraschung ist das Ende der Nextbit-Cloud nicht mehr. Als Razer das US-Startup vor einem knappen Jahr übernahm, versprach Nextbit bereits nur noch ein weiteres Jahr Software-Support für das Robin. Damit meinte Nextbit offenbar nicht nur Updates und Patches für das Betriebssystem, sondern auch die Cloud-Anbindung. Das Nextbit Robin kam Anfang 2016 in den Handel, der erhoffte Verkaufserfolg blieb allerdings aus. (dahe)

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