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Niederländisches Parlament von Erpressungs-Software getroffen

Mitglieder des niederländischen Parlaments sind Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Offenbar hatten sie eine als Rechnung getarnte Datei geöffnet und so die Schadsoftware auf ihrem Computer ausgeführt.

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(Bild: dpa, Sebastian Kahnert/Archiv)

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Das niederländische Parlament ist Ziel eines kriminellen Computerangriffs mit Ransomware geworden. Dies teilte ein Sprecher des Parlaments am Dienstag mit, nachdem ein Abgeordneter via Twitter über den Vorfall berichtet hatte. Näheres wurde nicht mitgeteilt. Der Sprecher sagte nur, das Parlament habe "geeignete Maßnahmen" zur Abwehr des Cyber-Angriffs getroffen.

In einer internen Mail des Parlaments werden die Mitarbeiter nach Angaben des niederländischen Radios NOS davor gewarnt, eine als Dokument (.doc) getarnte Datei zu öffnen, bei der es sich angeblich um eine Rechnung handele. Grundsätzlich solle niemand irgendwelche Dateien öffnen, die ihm von unbekannten Absendern zugeschickt werden. Der Abgeordnete Kees Verhoeven, der den Vorfall ans Tageslicht gebracht hatte, sagte, es gebe im Parlament offensichtlich nicht genug Bewusstsein für Computersicherheit.

Kriminelle nutzen Ransomware üblicherweise, um einen Computer zu blockieren und dann Geld für die Wiederinbetriebnahme zu erpressen. In Deutschland hatte zuletzt der Verschlüsselungstrojaner Goldeneye zahlreiche Rechner von Personalabteilungen infiziert.

(msi)