Niedersachsen führt Informatik als Pflichtfach an Schulen ein

Ab dem Schuljahr 2023/2024 soll in den 10. Klassen der Schulen Niedersachsens Informatik als Pflichtfach unterrichtet werden, später auch in 9. Klassen.

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(Bild: Bogdan Vija / Shutterstock.com)

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Niedersachsen führt vom Schuljahr 2023/2024 an Informatik als Pflichtfach an Schulen ein. Zunächst in der 10. Klasse und im Jahr darauf auch in der 9. Klasse solle das Fach mit einer Stunde pro Woche an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet werden, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover an. Schülerinnen und Schüler müssten besser als bisher auf den Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien vorbereitet werden.

Zur Qualifizierung der benötigten rund 1100 Informatiklehrer sei eine zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung geplant. Derzeit gibt es bereits rund 500 Informatiklehrer, da das Fach an einigen Schulen schon angeboten wird. "Wir müssen zeitnah anfangen, das Fach Informatik nach vorne zu bringen, denn Informatik wird eine Kernkompetenz der Zukunft“, erklärte der Minister laut Pressemitteilung.

Ebenfalls Pflichtfach an bestimmten Schultypen ist Informatik in Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Andere Bundesländer handhaben es wiederum anders, in den meisten handelt es sich um ein Wahlpflichtfach. Aus der Industrie wird schon länger der Ruf nach einem bundesweiten Pflichtfach laut, weil dies den Fachkräftemangel lindern könne und den Nachwuchs besser für die Anforderungen der digitalen Welt rüste. (Mit Material der dpa) / (axk)