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Niedersächsische Finanzbehörden blockieren E-Mails mit enthaltenen Links

Als vorbeugende Schutzmaßnahme gegen Malware wie Emotet filtern Niedersachsens Finanzbehörden E-Mails mit enthaltenen Links künftig heraus.

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(Bild: Shutterstock / PORTRAIT IMAGES ASIA BY NONWARIT)

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Zum Schutz vor Cyberattacken blockieren die Finanzbehörden in Niedersachsen Mails, die Adressen von Internetseiten enthalten. "Wenn es Ihnen möglich ist, verwenden Sie bitte in Ihren E-Mails an die niedersächsische Steuerverwaltung bitte weder Office-Anhänge noch Links - auch nicht als E-Mail-Signatur. Anderenfalls ist eine elektronische Kommunikation derzeit leider nicht möglich", teilte das Landesamt für Steuern am Dienstag mit.

Wie aus einer Pressemitteilung des Landesamts hervorgeht, zielt die Schutzmaßnahme insbesondere auf den Trojaner Emotet ab, der Ende vergangenen Jahres unter anderem die IT-Systeme mehrerer Stadtverwaltungen, Universitäten und Kliniken befallen hatte. Emotet infizierte zudem mehrere Behörden der Bundesverwaltung. Die dabei kopierten Daten nutzten die Drahtzieher hinter Emotet, um besonders überzeugende E-Mails im Namen der betreffenden Behörden zu verschicken – und auf diesem Wege weitere Rechner zu infizieren.

Bereits seit Mitte vergangenen Jahres weisen die Finanzämter sowie das Landesamt für Steuern zum Selbstschutz Mails mit MS-Office-Dokumentenanhängen wie Word- und Excel-Dateien ab.

Die Entscheidung, nun auch die Verwendung von Links zu untersagen, fiel aufgrund einer "neuen" Masche, derer sich Emotet seit Dezember bedient: Statt das trojanisierte Dokument direkt an die Mail anzuhängen, versenden die Kriminellen massenhaft Dynamit-Phishing-Mails mit Links auf Web-Seiten, die Emotet ausliefern.

(Mit Material der dpa) / (ovw)