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Niedersächsische Polizei rüstet auf Linux um

Die Polizei in Niedersachsen will ab 2004 auf 11.000 Arbeitsplatzrechnern Linux einsetzen. Die neuen Rechner werden 200 proprietäre Unix-Mehrplatzsysteme mit 5500 Terminals ablösen, mit denen die Landespolizei seit 1989 arbeitet. Die Linux-Clients greifen dabei auf einen Hochverfügbarkeitscluster zu, der ebenfalls mit dem freien Betriebsystem betrieben wird.

Auf den Linux-Rechnern soll eine neue Vorgangsbearbeitungssoftware laufen, die die niedersächsische Polizei selbst plattformunabhängig in Java entwickelt hat. Zudem ist geplant, auf einem Teil der Rechner Software zur Bürokommunikation zu installieren. Wie Michael Knaps, Pressesprecher des niedersächsischen Innenministeriums, gegenüber heise online erklärte, werden hier wahrscheinlich StarOffice 6 und der Netscape Communicator zum Einsatz kommen. Laut Knaps ist Niedersachsen das erste Bundesland, in dem die Polizei-EDV auf Linux umgestellt wird.

Das Innenministerium folgt mit seiner Entscheidung den Empfehlungen einer polizeiinternen Projektgruppe und von Mummert und Partner. In einem Vergleich zwischen Linux und Windows 2000/XP war die Unternehmensberatung zu dem Schluss gekommen, dass sich mit Linux über die nächsten zehn Jahre etwa 20 Millionen Euro einsparen lassen. Zudem ergäben sich deutliche Vorteile in den Bereichen Sicherheit und Administrationsfähigkeit. (odi)

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