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"Nigeria-Connection" findet immer mehr Opfer im Internet

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Immer mehr Internet-Nutzer fallen nach Angaben des baden-württembergischen Landeskriminalamtes (LKA) auf die Betrügereien der so genannten Nigeria-Connection herein. Kriminelle aus Afrika versprechen seit 1988 bundesweit ihren Opfern große Gewinne, falls diese nigerianischen Geschäftsleuten behilflich seien, Geld aus dem Land zu schaffen. "In letzter Zeit nimmt diese Betrugsform via Internet rapide zu", zitiert das Münchner Nachrichtenmagazin Focus den Kriminaloberrat Ralf Michelfelder.

Michelfelder bestätigte Zahlen des US-amerikanischen Verbraucherverbands National Consumers League, der für das vergangene Jahr bei dieser Betrugsform im Internet einen Anstieg um 900 Prozent festgestellt hat. Der LKA-Ermittler warnte "dringend davor, auf solche Angebote einzugehen".

Die Mitglieder der Nigeria-Connection schreiben ihre Opfer per E- Mail an und schlagen Geschäfte vor, in denen es um den Transfer von US-Dollar in mehrstelliger Millionenhöhe geht -- sie sollen ins sichere Ausland transferiert werden. Die Angeschriebenen sollen ihr Girokonto für die Transaktion zur Verfügung stellen, als Vergütung wird ihnen eine Belohnung in Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Zuvor sollen die Angeschriebenen eine Vorauszahlung leisten, die angeblich für Notarkosten oder Überweisungsgebühren benötigt wird. Nach Polizeiangaben ist jedoch bislang kein Fall bekannt, in dem die Angeschriebenen tatsächlich bezahlt wurden. (dpa) / (hos)