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Nimbus ExaDrive DC100: Mega-SSD mit 100 TByte Speicher schluckt 14 Watt

Bereits im Sommer will Nimbus Data die 100-TByte-SSD ExaDrive DC100 ausliefern. Dank des 3,5-Zoll-Formats passt sie in gängige Systeme.

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Nimbus ExaDrive DC100: Mega-SSD mit 100 TByte Speicherkapazität schluckt 14 Watt

Nimbus ExaDrive DC100: Die 100-TByte-SSD

(Bild: Nimbus)

Die bisher größte SSD hat die Firma Nimbus Data vorgestellt. Auf die ExaDrive DC100 passen sage und schreibe 100 TByte an Daten. Das reiche laut Nimbus Data für 20 Millionen Lieder oder 20.000 HD-Filme. Die SSD im 3,5-Zoll-Format ist in erster Linie für Server und Cloud-Infrastruktur gedacht und soll bereits im Sommer 2018 erscheinen. Einen Preis hat Nimbus Data bislang nicht mitgeteilt.

Die ExaDrive DC100 kommt in der für Magnetfestplatten typischen 3,5-Zoll-Bauform.

(Bild: Nimbus)

Trotz der riesigen Fassungskapazität soll die ExaDrive DC100 sehr energieeffizient sein und pro Terabyte 85 Prozent weniger elektrische Energie aufnehmen als bestimmte Konkurrenten. Im Leerlauf soll die ExaDrive DC100 lediglich 10 Watt schlucken, im Betrieb bis zu 14 Watt. Die Zahl der abzuarbeitenden Befehle pro Sekunde gibt Nimbus mit 100.000 IOPS bei zufälligen Lese- und Schreibvorgängen an; die Datenrate mit bis zu 500 MByte/s (sequential read/write). Begrenzt wird die Geschwindigkeit dabei vom SATA-6G-Interface. Die SATA-Schnittstelle sorgt allerdings laut Nimbus Data für eine hohe Plug-and-Play-Kompatibilität in Hinblick auf existierende Storage- und Serversysteme. Später soll es auch Varianten mit SAS-Schnittstelle geben.

Nimbus gibt auf die ExaDrive DC100 eine fünfjährige Garantie, die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures/MTBF) ist mit 2,5 Millionen Stunden spezifiziert. Neben der 100-TByte-Version soll es auch eine Variante mit 50 TByte geben – von beiden Modellen werden derzeit Testexemplare an bestimmte Kunden verteilt. Laut Anandtech wird Nimbus die ExaDrive DX100 sowohl selbst direkt verkaufen als auch über Partner wie Viking und Smart vertreiben.

2017 hat bereits die Firma Viking Technology die SAS-SSD UHC-Silo angekündigt, die je nach Variante 25 oder 50 TByte an Daten fasst. Auch deren maximale sequentielle Leserate liegt der Herstellerspezifikation zufolge bei 500 MByte pro Sekunde, beim Schreiben sind es aber nur 350 MByte/s. Die UHC-Silo schluckt im Leerlauf ebenfalls 10 Watt, im Betrieb allerdings 16 statt 14 Watt. Im August 2016 hatte Seagate bereits eine SAS-SSD mit 60 TByte angekündigt, die ebenfalls Gehäuse im Desktop-Festplatten-Format 3,5 Zoll braucht. (mfi)

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