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Nintendo: Starker Gewinnsprung durch Software-Geschäft

Die Konsolengeschäfte gehen zurück, Software läuft dagegen bei Nintendo gut und bescheren dem Umternehmen einen Gewinn von rund 235 Millionen Euro.

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Nintendo

(Bild: dpa, Marijan Murat/dpa)

Ein starkes Geschäft mit Software hat dem Spielekonsolen-Hersteller Nintendo im abgelaufenen Quartal überraschend viel Gewinn beschert. Dadurch konnte das Unternehmen rückläufige Verkaufszahlen seiner Konsole Nintendo Switch wettmachen.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni verdoppelte sich der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu von 16,2 auf 30,5 Milliarden Japanische Yen, umgerechnet 235 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Tokio mitteilte. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Der Gewinn legte um 44 Prozent auf 30,6 Milliarden Yen zu. Beim Umsatz verfehlte Nintendo hingegen die Erwartungen der Branchenexperten. Die Umsätze wuchsen wegen der schwächelnden Konsolen-Verkäufe der Nintendo 3DS und der Nintendo Switch nur um neun Prozent auf 168 Milliarden Yen, umgerechnet etwa 1,28 Milliarden Euro.

Nintendo konnte von der Switch im ersten Quartal rund 1,88 Millionen Stück verkaufen, ein Rückgang um 4,4 Prozent. Im Vorjahresquartal waren es noch 1,97 Millionen. Insgesamt wurden von der Nintendo Switch seit dem Start 19,6 Millionen Einheiten verkauft. Einbußen von fast 67 Prozent musste dagegen die Nintendo 3DS hinnehmen: Von der Konsole konnte Nintendo im ersten Quartal lediglich 360.000 Stück absetzen, im Vorjahr waren es noch 950.000. Seit der Markteinführung brachte Nintendo von der 3DS 72,89 Millionen Stück an die Spieler.

Als Umsatzbringer erwiesen sich im ersten Quartal Spiele-Titel wie "Donkey Kong Country: Tropical Freeze" mit 1,4 Millionen und "Mario Tennis Aces" mit 1,38 Millionen verkauften Einheiten. An Spielen für die Switch setzte Nintendo allein 17,89 Millionen Stück im ersten Quartal ab, im Vorjahresquartal waren es 8,14 Millionen. Insgesamt verzeichnete das Software-Geschäft eine Umsatzsteigerung von 68 Prozent auf 18,5 Milliarden Yen.

An ihren Zielen für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2019 hält die Nintendo-Führung um den neuen Präsidenten Shuntaro Furukawa fest. Der Umsatz soll auf 1,2 Billionen Yen steigen, der operative Gewinn soll 225 Milliarden Yen erreichen.

Nintendo setzt dabei vor allem auf gerade neu veröffentlichte sowie kommende Spiele-Titel. Im September soll außerdem Nintendo Switch Online eingeführt werden. Der kostenpflichtige Service erweitert die Möglichkeiten der Nintento Switch beispielsweise um gemeinsames Spielen mit anderen Gamern oder das Speichern von Konsolendaten in der Cloud. (olb)