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Nintendos Chef tritt zurück

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Nintendos Präsident Hiroshi Yamauchi wird am 31. Mai die Leitung des Unternehmens an seinen 42-jährigen Nachfolger Satoru Iwata abtreten. Der 74-jährige Yamauchi hatte seit 1949 die Firma geleitet und Nintendo vom kleinen Spielkartenhersteller zu einem der reichsten Unternehmen Japans entwickelt. Zukünftig wird er seinem Unternehmen als Berater zur Seite stehen.

Nintendos neuem Präsidenten Iwata wird ein sechsköpfiges Management-Team zur Seite stehen. Dazu gehören der Vize-Präsident Atsushi Asada, der Chef der Hardware-Entwicklung Genyo Takeda und Shigeru Miyamoto, Leiter der Softwareentwicklung und Autor von "Zelda" und "Mario".

Yamauchi hatte sich bei der Entwicklung eher auf innovative Spielideen konzentriert als auf technisch aufwendige Hardware und sich als zäher Verhandlungspartner einen Namen gemacht. Zum Teil wird befürchtet, dass das neue Management-Team von Yamauchis erfolgreicher Verhandlungs-Linie abweichen wird und etwa zukünftig andere Softwarehäuser nicht mehr so eng an Nintendo binden kann. Der jetzige Wechsel war allerdings schon lange erwartet worden, dementsprechend gering reagierte der Handel an der Börse von Tokyo. Die Aktie kletterte sogar leicht um 0,17 Prozent. (hag)