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Nobelpreis für Wirtschaft geht an US-Wissenschaftler Richard Thaler

Für seine Forschungen zur Verhaltensökonomie bekommt der US-Wissenschaftler Richard Thaler den diesjährigen Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften.

Nobelpreis für Wirtschaft geht an US-Wissenschaftler Richard Thaler

(Bild: dpa / Carsten Rehder)

Der US-Forscher Richard H. Thaler bekommt den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaft. Das teilte das Nobelkomitee in Stockholm mit. Tahler war früher Berater des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama.

Der Verhaltensökonom forscht über die psychologischen Grundlagen ökonomischer Entscheidungen, die nicht immer rational fallen. Beispielsweise würde eine Person für eine Uhr, die 1000 Euro kostet, ein anderes Geschäft wählen, wenn sie dort 100 Euro günstiger angeboten würde. Wenn die Uhr 10.000 Euro kostet, würde sie nicht unbedingt den Laden wechseln, auch wenn der Preisnachlass der gleiche wäre.

Der Wirtschaftspreis gehört – anders als die Auszeichnungen für Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden – nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Im Testament des schwedischen Industriellen Alfred Nobel taucht er nicht auf. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis erst 1968 im Gedenken an Nobel.

Seit der ersten Verleihung 1969 wurden vor allem Ökonomen aus den USA ausgezeichnet. Ein Deutscher wurde bisher geehrt: der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten im Jahr 1994.

Im vergangenen Jahr hatte die Königlich-Schwedische Wissenschaftsakademie den US-Amerikaner Oliver Hart und den Finnen Bengt Holmström für Forschungen zu Vertrags-Konstruktionen etwa von Top-Managern geehrt. Die mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 940.000 Euro) dotierte Auszeichnung wird gemeinsam mit den traditionellen Nobelpreisen am 10. Dezember – dem Todestag Nobels – in Stockholm verliehen.

Die Nobelpreise 2017:

(mit Material der dpa) / (anw)

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