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Noch dünner als Thin: Zero Client

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Während typische Thin Clients noch ein eigenes, kompaktes Minimalbetriebssystem typischerweise aus einem Flash-Speicher laden, um mit ihrem Terminal-Server kommunizieren zu können, sollen Zero Clients praktisch nur noch wie ein Keyboard-/Video-/Mouse-(KVM-)Adapter am Netzwerk arbeiten. Deshalb sollen Leistungsaufnahme, Ausfallswahrscheinlichkeit und Administrationsaufwand von Zero Clients nochmals niedriger liegen als bei "klassischen" Thin Clients, gleichzeitig können sie aber mit mehr Betriebssystemen kooperieren, sofern auf dem zugehörigen Server die passende (Virtualisierungs-)Software läuft. Mit der Vorstellung des Zero Clients "V class LE" – den es auch in Thin-Client-Konfiguration mit 128 MByte Flash-Speicher gibt – steigt nun auch Wyse in die Zero-Client-Technik ein. Firmen wie Pano Logic hatten in letzter Zeit ähnliche Produkte vorgestellt.

Die Zero Clients dienen auch zum Zugriff auf virtualisierte Desktops, die auf Servern in zentralen Firmen-Rechenzentren laufen. Für diesen Anwendungsfall liefert Wyse auch passende Software, nämlich TCX Multimedia for VMware Virtual Desktop Infrastructure. Zur Anbindung von Zero Clients an die Citrix-Produkte Presentation Server, Desktop Server und Access Essentials gibt es TCX Multimedia for Citrix.

Seit einigen Jahren existieren unterschiedliche kommerzielle Konzepte zur Verlagerung der für Hardware- und Softwareprobleme sowie unbefugte Zugriffe anfälligen Bürocomputer in Rechenzentren; in Bereichen mit hohen Anforderungen an den Datenschutz (Banken, Militär, Sicherheitsbehörden), bei widrigen Umgebungsbedingungen (Fabrikhallen) oder speziellen hygienischen Anforderungen an Arbeitsmittel (Krankenhäuser, Lebensmittelproduktion) sind die Lösungen von Firmen wie ClearCube, HP oder IBM bereits im Einsatz. (ciw)

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