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Noch mehr Neues über altes Zeug: 10 Jahre Vintage Computer Festival Europe

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60 Jahre EDSAC, 40 Jahre Unix, 30 Jahre Visicalc, 20 Jahre Lotus Notes – das Jahr 2009 steckt voller hübscher Jubiläen, da fällt es kaum auf, wenn das europäische Vintage Computer Festival seinen 10. Jahrestag in einer extra langen Version begeht: vom 1. bis zum 3. Mai wird in der Mehrzweckhalle des ESV München Ost über Hard- und Software gefachsimpelt, die mindestens 10 Jahre alt ist. Addiert man die Anforderung zum Alter des Festivals, landet man in den seligen Zeiten mit jubiläumsträchtigen Dingen, die Besucher wie Aussteller interessieren.

Zu den Höhepunkten der Veteranenschau gehört ein Referat über die Computerentwickler bei AEG-Telefunken in Konstanz, die vor 40 Jahren ganz unabhängig vom berühmten Douglas Engelbart eine "Rollkugel" entwickelten und vierzehn Jahre vor Apples Lisa auf den Markt brachten. Außerdem wird der erste Sinclair-Computer vorgestellt und diskutiert, der eben nicht der allseits verklärte ZX80 war, sondern ein Gerät namens MK14. Wie immer gibt es einen Nerdquiz, den sich der rührige Veranstalter Hans Franke ausgedacht hat, damit ein Alpha-Geek gekrönt werden kann. Gelegenheit zum Mitmachen gibt es auch beim Real-Life-Pacman oder bei einem Programmierwettbewerb in Logo, dieser Sprache, die Kindern seit nunmehr 42 Jahren das artgerechte Programmieren beibringen soll. Auch die Rechner tragen auf ihre Weise Wettbewerbe aus, wenn die Frage RISC versus CISC zur Debatte steht, die 1965 mit dem von SeymourCray entworfenen CDC 6600 begann.

Der Eintritt zum Vintage Computer Festival Europe kostet moderate 5 Euro, die Dauerkarte 10 Euro. Eltern, die ihren Kindern die "Kleinen Gruenen Maennchen" ihrer Jugend zeigen wollen, zahlen das Doppelte.

Zum Vintage Computer Festival Europa siehe auch:

(Detlef Borchers) / (jk)