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Noch mehr internationale 3D-Drucker

Auch aus Hongkong und Prag haben zwei neue Geräte den Weg nach Hannover gefunden. DeeGreen und Robox wollen auf die Schreibtische der Kreativen und locken dazu mit einfacherer Bedienung.

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Der 3D-Drucker DeeGreen des tschechischen Herstellers be3D hat auf der CeBIT seinen ersten Auftritt (Halle 16, F18/1). In der relativ großen, geschlossenen Alu-Konstruktion (50 x 40 x 40 Zentimeter) entstehen allerdings vergleichbare kleine Objekte mit maximal 15 Zentimetern Kantenlänge in allen Dimensionen. Die minimal erreichbare Schichtdicke gibt be3D mit 0,1 Millimetern an, als Druckmaterial wird PLA verwendet.

Den Drucker bedient man über ein Touchpad an der Vorderseite, 3D-Modelle lassen sich direkt von SD-Karten ausdrucken. Die genaue Nivellierung des Druckbetts soll beim DeeRed automatisch passieren. Als regulären Preis gibt be3D 1500 Euro plus Steuern an: Wer auf der CeBIT oder bis zum Wochenende per E-Mail bestellt, erhält 100 Euro Rabatt. Rund zwei Monate muss man sich dann noch bis zur Auslieferung gedulden.

be3D verkauft außerdem den schrankgroßen Profi-3D-Drucker DeeRed. Das noch im Dezember auf der Euromold gezeigte Desktop-Modell DeeOrange (zuletzt für rund 1300 Euro) wird eingestellt und vom DeeGreen abgelöst.

Noch mehr 3D-Drucker auf der CeBIT 2014 (4 Bilder)

Robox von CEL

Designed in UK, made in Hongkong: Der Kunststoffdrucker von CEL will mit beheiztem Bauraum, vielen Automatikfunktionen und einem Preis um 1000 Euro punkten.

Auf engen vier Quadratmetern am Hongkong-Gemeinschaftsstand (Halle 17, F26) zeigt CEL Technology den Desktop-3D-Drucker Robox. Das mikrowellengroße Gerät hat einen geschlossenen Bauraum, der die maximal 210 x 150 x 100 Millimeter großen Druckerzeugnisse beim Entstehen warm hält, um Verformungen zu minimieren. Das herausnehmbare Druckbett besteht aus Polyetherimid-Laminat (PEI), an dem die unterste Druckschicht bis zum Abkühlen bombenfest halten soll. Zwei Motoren justieren das Druckbett vor jedem Ausdruck automatisch. Zur Ansteuerung benötigt man einen Computer mit der zugehörigen Software "AutoMaker", die für Windows, OS X und Linux erhältlich ist.

Welches Druckfilament eingelegt ist, erkennt Robox über einen EEPROM-Chip in der Spule. Dabei soll es sich allerdings nicht um eine Maßnahme halten, um nur vom Hersteller gekauftes Material zu verarbeiten: Die Chips in den Spulen lassen sich umprogrammieren und somit auch mit eigenen Profildaten für ein bestimmtes Material versehen. Der Druckkopf verfügt über zwei Düsen mit unterschiedlichem Durchmesser (0,3 und 0,8 Millimeter). Die feinere Düse baut die sichtbaren Außenflächen von Objekten auf, die grobere ist für das Füllmuster im Inneren (Infill) zuständig. In der höchsten "Super"-Auflösung sollen das Gerät Schichtdicken von nur 0,02 Millimeter erreichen.

Der in England entwickelte und in China gebaute 3D-Drucker hatte im Dezember 2013 eine Kickstarter-Finanzierungsrunde erfolgreich beendet. Über den englischen Shop kann man Robox für umgerechnet 1020 Euro plus Steuern und Versand vorbestellen, ab Juni soll das Gerät lieferbar sein. CEL hat neben dem Standard-Extruder weitere Werkzeuge angekündigt, unter anderem einen Folienschneider, einen Fräskopf und einen 3D-Scan-Aufsatz. (phs)